Seit 60 Jahren besteht der Angelsportverein Tiengen und Umgebung. Vorsitzender Kurt Vesper begrüßte die Mitglieder zur Hauptversammlung und erstattete den Geschäftsbericht für das abgelaufene Vereinsjahr. Der Verein zählt aktuell 163 Mitglieder, davon 16 Jugendliche. Die größte Herausforderung war die umfangreiche Sanierung des Vereinsheims in der vereinseigenen Fischzucht in Lauchringen. Etwa 2000 Arbeitsstunden wurden bisher geleistet, davon etwa 1270 vom Vorstandsteam. Es erging die Aufforderung an alle, sich in dieses Gemeinschaftsprojekt einzubringen.

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Die Vereinsgewässer sind die Sorgenkinder des Vereins. Die Fischzucht des Vereins in Lauchringen kann auf Grund von Wassermangel bereits seit 2017 nicht mehr betrieben werden. Es reicht nicht einmal mehr für Zierfische, so der Vorsitzende. Bereits seit 2017 bereiten auch die Kleinkraftwerke im Pachtlos unterhalb der Lauffenmühle nach Vereinsangaben regelmäßig Probleme. Technische Defekte führten zu sehr unregelmäßigen Pegeln und unkontrollierten Schwallphasen.

Arbeitsgruppe soll Lösungen erachten

Aus Sicht des Angelsportvereins Tiengen und Umgebung wird die notwendige Restwassermenge häufig unterschritten. Gespräche mit den Betreibern seien bisher ergebnislos geblieben. Die Kontrollbehörden wurden eingeschaltet und Gespräche mit anderen Naturschutzorganisationen aufgenommen. Die vor Jahren geplante Renaturierung der kanalisierten Wutach soll wieder auf die Tagesordnung. Eine Arbeitsgruppe wird sich im neuen Jahr aktiv mit den Möglichkeiten befassen.

Sanierung der Fischerhütte hinterlässt Spuren in der Bilanz

Beim Bericht von Kassierer Christian Geiselhart wurde deutlich, dass die umfangreiche Sanierung der Fischerhütte in der Bilanz deutliche Spuren hinterlassen hat. Das Vereinsjahr wurde mit einem deutlichen Verlust abgeschlossen. Das Fischerfest im Sommer war zwar erfolgreich, aber die Ausgaben dafür waren deutlich höher als in den Vorjahren. Grund dafür war der Zukauf der verarbeiteten Fische. Diese kamen davor aus der eigenen Zucht, diese wird aufgrund des Wassermangels seit 2017 nicht mehr betrieben.

Kurt Vesper bleibt Vorsitzender

Die Teilwahlen gingen schnell über die Bühne. Vorsitzender Kurt Vesper wurde einstimmig bestätigt. Neben Vesper wurden Kassier Christian Geiselhart und Gewässerwart Peter Meier im Amt bestätigt. Neu im Vorstand ist der Arbeitsdienstleiter Peter Kaufmann, er ersetzt Frank Peter. Ebenfalls neu ist der zweite Jugendwart Manfred Schlatter, er folgt auf Wolfgang Dackau.

Ehrungen für Mitglieder

Für langjährige Vereinsmitgliedschaft wurden geehrt: Ralf Dambach, Philipp Bachmann, Fabian Junker und Waldemar Ulrich (jeweils zehn Jahre), Gustav Horezky (30 Jahre) sowie Manfred Schlatter (40 Jahre). Gleich drei Mitglieder sind seit 50 Jahren im Verein: Roland Schlosser, Robert Ernst und Giuseppe Pomara. Für 60 Jahre Mitgliedschaft wurde Harry Matschulat geehrt.

Auch unter 16-Jährige dürfen in der Wutach fischen

Unter dem Punkt Wünsche und Anträge ging es um die Altersgrenze der Wutachfischer. Bisher durften Jugendliche erst ab 16 Jahren in der Wutach fischen, diese Grenze wurde per Beschluss aufgehoben. Dem Antrag auf einen vorübergehenden Besatzzuschlag für die Wutach folgte die Versammlung nach reger Diskussion. Dieser verbindet sich aber mit strukturellen Maßnahmen für das Gewässer. Details muss der Angelsportverein noch erarbeiten.