Der neue Dirigent des Musikvereins Gurtweil, Jochen Stitz, hat die „Feuertaufe“ beim Jahreskonzert in der Gemeindehalle am ersten Adventswochenende effektvoll bestanden. Drei Zugaben mussten die 50 Musiker spielen, ehe die annähernd 200 Besucher am ersten Konzertabend sich nach und nach auf den Heimweg machten und wieder „daheim“ – so das Konzertthema – ankamen.

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Zwar führten die fast überwiegend englischen Musiktitel die aufmerksamen Gäste eher in fernere Welten und Zeiten. Aber die vor und nach dem Konzert sowie in der Pause eingespielten Fotografien von Dieter Hauser ließen die erstaunten Betrachter immer wieder „daheim“ in Gurtweil ankommen.

Der neue Dirigent des Musikvereins Gurtweil Jochen Stitz hat seine Feuertaufe beim Jahreskonzert souverän bestanden.
Der neue Dirigent des Musikvereins Gurtweil Jochen Stitz hat seine Feuertaufe beim Jahreskonzert souverän bestanden. | Bild: Alfred Scheuble

Willkommen „daheim“, begrüßte der Vorsitzende Daniel Duttlinger die Gäste, darunter auch erstmals den neuen Ortsvorsteher Claudio Helling und gab dann die Bühne frei für die Jungmusik mit Dirigent Ulf Kühner. Die mehr als 30 Jungen und Mädchen stellten ihr musikalisches Können mit den drei Titeln „Aladdin“, „Schmelzende Riesen“ und „Bohemian Rhapsodie“ von Queen unter Beweis. Für ihren Auftritt wurden sie mit angemessenem Beifall belohnt.

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Dann aber kündeten aus dem Hintergrund effektvoll eingespielte Fanfarenklänge und Trommelschläge die Premiere des neuen Dirigenten Jochen Stitz an. Und spätestens mit dem geheimnisvollen und sagenumwobenen, fast 15 Minuten dauernden Mammutstück „Terra Mystica“ eroberte sich der Musikverein mit seinem neuen Leiter die Herzen der erwartungshungrigen Zuhörer.

Erinnerung an „s‘Garwiedewiibli“

Mit dazu bei trug auch die von der Ansagerin Lena Müller geschickt eingefädelte Geschichte der Gurtweiler Sagengestalt „s‘Garwiedewiibli“, das wohl im 16. Jahrhundert „daheim“ in Gurtweil als Kobold, Haus- oder Poltergeist mal scherzend, mal strafend aber meist helfend und heilend unterwegs war. Klar, dass dann in den Gesprächen in der Pause die teils hervorragende Leistung der Musiker, der neue Dirigent und immer wieder die eingeblendeten Bilder von Dieter Hauser Thema waren.

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Als dann im zweiten Konzertteil die Musikstücke „Whispers from Beyond“, „Four Brothers“, „Cuban Sound“ und „Trombones“ das Jahreskonzert beenden sollten, forderten die Zuhörer mit anhaltendem Beifall drei Zugaben ein. Mit scherzhafter Anmerkung sagte Dirigent Jochen Sitz dann abschließend: „So, das ist jetzt aber die letzte Zugabe.“ Der dritte Vorsitzende des Musikvereins Gurtweil, Kurt Müller bedankte sich bei den vielen Akteuren, die zum „großartigen Gelingen“ des Jahreskonzertes beigetragen hatten.