„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ – nach diesem Motto handelt das städtische Kulturamt: Beginnend mit dieser Saison sind verstärkt Kulturangebote für Kinder Schwerpunkt. „Wir sagen, dass man als Kind Kultur schon mal erlebt haben muss, um auch später als Erwachsener sich mit ihr zu beschäftigen“, so Kulturamtsleiterin Kerstin Simon.

Um die Theater-Angebote für die Zwei- bis Zwölfjährigen noch attraktiver zu machen, haben sich Kerstin Simon, Petra Meyer (Sachgebiet Kinder- und Jugendkultur) und die beiden Leiterinnen der Bibliotheken, Yvonne Radzuweit (Waldshut) und Karin Wolfer (Tiengen) Neues einfallen lassen: Für 12 Euro gibt es einen Kinderkulturbeutel, der als Rucksack umgehängt werden kann. Er enthält Plakate und Ausmalbögen und berechtigt, aus allen 15 städtischen Kinderkulturveranstaltungen drei zum vergünstigten Preis auszuwählen. Regulär beträgt der Eintritt fünf bis sechs Euro. Weiter erhält jedes Kind, das eine Veranstaltung besucht, kleine Geschenke, die im Kulturbeutel gesammelt werden können.

Kinderkultur

Dritte Neuerung ist die sogenannte Eichhörnchenkarte: Kinder, die darauf Stempel für fünf besuchte Veranstaltungen haben, bekommen die nächste gratis. Nach Aussage von Petra Meyer (Kulturamt) sind die städtischen Kinderkulturangebote sehr gut bis mittel besucht. Den farbenfrohen Kulturbeutel, das Programmheft und alle Werbematerialien hat die Grafikerin Natalie Buda entworfen. Bis Mitte Mai dauert die Kinderkultursaison.

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Nicht nur Kindern will das Kulturamt mehr Lust auf Kultur machen. Die Angebote sollen insgesamt ein jüngeres Publikum ansprechen. Anfang Februar findet erstmals ein Poetry-Slam in Waldshut statt. Unter dem Strich sieht Kerstin Simon die Kinderkultur der Stadt auf einem guten Weg. Mit über einem Viertel aller Kulturangebote für Kinder und Jugendliche würde eine Empfehlung der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ bereits jetzt erreicht sein.