In der nahezu ausverkauften Gemeindehalle hat der Singkreis Eschbach ein bunt gemischtes Chorkonzert präsentiert. Unter der Leitung von Stephanie Pönitz sang der Chor Stücke, die in gewohnter Weise sauber einstudiert waren. Der erste Teil des Programms begann mit traditionellen Volksliedern wie „Freude am Leben“ und „O Täler weit, o Höhen“ und endete mit einigen schmissigen Jägerliedern, die der Chor lebhaft und dynamisch vortrug.

Eine besondere Einlage des Abends war der Auftritt der beiden Jagdhornbläser Klaus Obrist und Michael Ebi. Auf jedem der beiden unterschiedlich großen Jagdhörner kann man nur fünf Naturtöne spielen, erklärte Obrist, was dem Zuhörer allerdings bei dem zweistimmigen Vortrag nicht auffiel. Dieses außergewöhnliche Instrument war früher – vor der Zeit des Mobilfunks – zum Erzeugen von Jagdsignalen als Kommunikationsmittel der Jäger untereinander bei Gesellschaftsjagden unersetzlich.

Der zweite Teil des Konzertabends gehörte der Welt der Evergreens. Sechs internationale, rhythmisch anspruchsvolle Ohrwürmer wurden vierstimmig in deutschsprachiger Version vorgetragen, von „Always Look On The Bright Side Of Life“ der Monty-Python-Gruppe bis zu „Thank You For The Music“ der schwedischen Popgruppe Abba. Die Dirigentin und ausgebildete Opernsängerin Stephanie Pönitz bereicherte das Konzert mit den drei Solostücken „Fly Me To The Moon“, „You Raise Me Up“ sowie „All Of Me“. Die Zuhörer zeigten ihre Begeisterung für die helle und klare Sopranstimme mit lang anhaltendem Applaus. Martin Umrath am Klavier begleitete die Solostücke und den Chor, sein virtuoses Spiel allein schon war ein Genuss.

Das Chormitglied Helmut Glaser führte mit launigen Anmerkungen durch das Programm. Demnach wurde in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Stadt Heidelberg durch die in den USA vielgespielte amerikanische Operette „Der Studentenprinz“, aus der der Eschbacher Chor ein Trinklied sang, bekannt und beliebt. Möglicherweise wurde deshalb Heidelberg im Weltkrieg nicht bombardiert und später Hauptquartier der amerikanischen Streitkräfte. Die Vorsitzende des Singkreises, Gertrud Stessl, dankte zum Schluss allen Helfern, ohne deren Einsatz ein solches Konzert nicht möglich wäre. Der Chor sang als Dank für den Beifall noch die Zugabe „Griechischer Wein“ von Udo Jürgens.