Lässig swingend und voller Lebenslust zeigte sich Tiengen am Wochenende. Zum 29. Mal machte das Jazzfest „Tiengener Sommer“ aus der Altstadt ein pulsierendes Domizil des Jazz. Bei Traumwetter mit hoch-sommerlichen Temperaturen hatte es Heerscharen von Besuchern aus nah und fern nach Tiengen gezogen.

Große Freude: Das Jazzfest bringt Gesichter zum Lachen und Hände zum Klatschen.
Große Freude: Das Jazzfest bringt Gesichter zum Lachen und Hände zum Klatschen. | Bild: Ursula Freudig

Darunter auch viele junge Jazzfans und Gäste aus der Schweiz. Alle hatten ihre Freude an den insgesamt 14 Bands, die am Freitag und Samstag von 18 bis 24 Uhr auf vier Bühnen Stimmung machten.

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Mit dabei wie immer mit der Jazzband des Klettgau-Gymnasiums Tiengen und der Big Band der Musikschule Südschwarzwald der hiesige Nachwuchs. Mit „Jazz-Matters“ und „Soul-Matters“ standen auch zwei englische Jugendbands auf der Bühne.

Große Geste: Christa Bader (von links) und Kurt Reckermann von der Aktionsgemeinschaft Tiengen (Veranstalter) mit Petra Tröndle aus Tiengen und Valentina Lugovskia aus Belarus, die gerade die grüne Jazzfestplakette gekauft haben, mit der Besucher das Fest unterstützen.
Große Geste: Christa Bader (von links) und Kurt Reckermann von der Aktionsgemeinschaft Tiengen (Veranstalter) mit Petra Tröndle aus Tiengen und Valentina Lugovskia aus Belarus, die gerade die grüne Jazzfestplakette gekauft haben, mit der Besucher das Fest unterstützen. | Bild: Ursula Freudig

Dies allerdings schon am frühen Nachmittag. Jede Band, vom Duo bis zum Big Band Orchester, konnte sich an beiden Abenden über riesige Menschentrauben vor ihrer Bühne freuen. Bei jeder Band stand eine andere Facette des Jazz im Mittelpunkt.

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Frecher Dixie, der Swing der 20er, 30er und 40er Jahre, Blues, Soul, Boogie Woogie, Funk, jazzig-swingende Interpretationen von Chansons und Pophits sowie viele weitere kreative Mischungen waren zu hören. Oft wurde auch gesungen. Big Daddy Wilson etwa war die Stimme des Blues, Showman Jonathan Price war Energie pur und Juliette Brousset zog mit ihrer glasklaren Stimme in den Bann.

Große Gefühle: Die Band Moi et les Autres mit Sängerin Juliette Brousset bringt mit einer Mischung aus Jazz und Chanson französischen Flair nach Tiengen.
Große Gefühle: Die Band Moi et les Autres mit Sängerin Juliette Brousset bringt mit einer Mischung aus Jazz und Chanson französischen Flair nach Tiengen. | Bild: Ursula Freudig

Was alle Musiker einte: Sie machten dem Publikum im Nu gute Laune. Authentisch, sympathisch, mit großem spielerischem Können, ungebremster Spielfreude und viel Spielwitz, ließen sie der Trübsal keine Chance und brachten Bewegung ins Publikum: Lachende Gesichter, klatschende Hände, Beine, Köpfe und Hüften bewegten sich im Rhythmus der Musik, einige wagten sogar ein Tänzchen. Der berühmte Funke ist immer schnell übergesprungen.

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Auch an den kulinarischen Ständen zwischen den Bühnen war viel los. Oft hieß es anstehen und Geduld haben. Größtenteils bewirteten Tiengener Vereine und Geschäfte.

Große Versuchung: Der Crepestand der Surianer ist beim Jazzfest einer von vielen kulinarischen Anlaufstellen.
Große Versuchung: Der Crepestand der Surianer ist beim Jazzfest einer von vielen kulinarischen Anlaufstellen. | Bild: Ursula Freudig

Hauptorganisator des Jazzfestes war wieder Kurt Reckermann, Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Tiengen. „Das Schönste sind die zufrieden Stimmen, ich habe viel Positives über die Qualität und Vielfalt der Bands gehört“, freute er sich.

Großes Saxophon: Das renommierte Frank Muschalle Trio und der Ausnahme-Saxophonist Stephan Holstein zeigen beim Jazzfest ihre ganze Klasse.
Großes Saxophon: Das renommierte Frank Muschalle Trio und der Ausnahme-Saxophonist Stephan Holstein zeigen beim Jazzfest ihre ganze Klasse. | Bild: Ursula Freudig

Die Bands

Beim Tiengener Jazzfest standen auf den Bühnen: Die Jazzband des Klettgau Gymnasiums, die Big Band der Musikschule Südschwarzwald, das Big Daddy Wilson Quintett, the Cotton Club Swing Orchestra, die Hallodrian Jazzband, Ladwig‘s Horn & Beat, Zydeco Annie & Swamp Cats, das Frank Muschalle Trio feat. Stephan Holstein, Jonathan Price & Black Earth Band, die Allotria Jazzband, Moi et les Autres, die Jazz Steps Band aus Ungarn, das Boogie-Trio Boogielicious und das Boogie-Duo Luca Sestak.

Große Reise: Die Jazz Steps Band ist aus Budapest zum Jazzfest gekommen, swingende Lebensfreude im musikalischen Gepäck.
Große Reise: Die Jazz Steps Band ist aus Budapest zum Jazzfest gekommen, swingende Lebensfreude im musikalischen Gepäck. | Bild: Ursula Freudig