Waldshut-Tiengen Das Engagement für Ruanda in Waldshut feiert Jubiläum

Die 25. Weihnachtsaktion für Ruanda erlöst 8348 Euro. Der Verkauf von Deko ermöglicht den Ausbau einer Schule in Afrika. Die Aktion ist ein Gemeinschaftswerk der Justus-von-Liebig-Schule Waldshut, der Revierförster im Landkreis Waldshut und des Ruanda-Freundeskreises.

Seit 25 Jahren gibt es nun schon die Weihnachtsaktion für Ruanda, ein Gemeinschaftswerk der Justus-von-Liebig-Schule Waldshut, der Revierförster im Landkreis Waldshut und des Ruanda-Freundeskreises, der sich im Laufe des Vierteljahrhunderts zusammengefunden hat. Jedes Jahr zum Beginn des Advents wird frisch geschlagenes Tannenreisig verkauft, ebenso von Schülern, Lehrern und von Frauen aus Gurtweil gebackene Weihnachtsbrötle, und an den Verkaufsständen in den Fußgängerzonen in Waldshut und Tiengen finden sich auch immer wieder neue kreative Deko-Objekte für die Weihnachtszeit. Die von den Förstern handgesägten Holzsterne beispielsweise vergrößern das Sortiment seit einigen Jahren, und sie werden bestaunt, bewundert und natürlich gekauft.

All die Jahre floss – und fließt auch weiterhin – der Erlös in den Auf- und Ausbau der Partnerschule der Justus-von-Liebig-Schule im Süden des zentralafrikanischen Landes Ruanda. In Save wurde anfangs mit dem Geld vom Hochrhein eine Kuh gekauft, es wurden Kuh- und Schweineställe gebaut, eine Zisterne und Klassenzimmer. Aus der Schule für Ländliche Hauswirtschaft entwickelte sich – auch dank der Unterstützung der Freunde der Justus-von-Liebig-Schule – im Laufe der Jahre eine Sekundarschule. Dort kann heute das Abitur und damit die Voraussetzung zum Studium erworben werden. Nachdem im vergangenen Jahr Schlafsäle für die Internatsschüler gebaut worden waren – Ruanda ist das Land der 1000 Hügel und die Schüler können den weiten Schulweg gar nicht jeden Tag auf sich nehmen – wird nun der Bau eines Speisesaals mit angrenzender Großküche ins Auge gefasst.

Immerhin besuchen mittlerweile 500 Mädchen und Jungen die Schule unter der Leitung der Benebikira-Schwestern, eines einheimischen Ordens.

Als nun der Erlös der 25. Ruanda-Weihnachtsaktion mit dem Spendenergebnis in Höhe von 8348 Euro nach Afrika durchtelefoniert wurde, war der Jubel am anderen Ende der Leitung groß. Geradezu überschwänglich fiel der Dank aus. „So treu und so lebendig wie unser Miteinander ist, das gibt es selten“, freute sich Schulleiterin Schwester Catherine. „Das ruandische Erziehungsministerium fordert zurzeit viel von Privatschulen. Mit dem letzten Audit bleibt unsere Schule im ganzen Distrikt die einzige, die weiter besteht. Die Regierung sieht, dass wir auf dem Weg sind, die Qualität zu verbessern. Vielen Dank, das ist möglich dank Euch – was Ihr mit den Händen und mit dem Herzen tut.“

Ilse Nirk, pensionierte Lehrerin der Justus-von-Liebig-Schule und Gründerin der Partnerschaft über die Kontinente hinweg, sieht vor allem in den gegenseitigen Besuchen während der vergangenen 25 Jahre die Basis für den lebendigen Austausch. „Durch das Kennenlernen entstehen Beziehungen. Wir lernen gegenseitig, wie die Menschen einer anderen Kultur denken, welche Erfahrungen sie gemacht haben und wie sie empfinden. Das macht die Freundschaft aus.“

Die Menschen in Ruanda sind entschlossen, nach dem Bürgerkrieg Mitte der 1990er Jahre die Vergangenheit hinter sich lassen. Die Regierung des Landes unter Präsident Paul Kagame schafft die Basis für wirtschaftliche Konsolidierung wie in nur wenigen Ländern Afrikas. Damit die Menschen dort auch weiterhin ihren Weg gehen können, wird es auch in den kommenden Jahren wieder die traditionelle Ruanda-Weihnachtsaktion in Waldshut-Tiengen geben.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Außergewöhnliche Geschenkideen für Ihre Liebsten
Neu aus diesem Ressort
Hochrhein
Waldshut/Blois
Waldshut-Tiengen
Waldshut-Tiengen
Waldshut-Tiengen
Tiengen
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren