Nachbarschaftshilfen, die besonders ältere Bürger unterstützen und damit deren Verbleiben in den eigenen vier Wänden, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Auch im Landkreis Waldshut, der vor allem für ihren Aufbau Fördergelder zur Verfügung stellt. Rund zwei Drittel der 32 Städte und Gemeinden im Landkreis bieten in irgendeiner Form nachbarschaftliche Unterstützung an.

Wer sich über das Thema informieren will, sich vorstellen kann, vielleicht selbst eine Nachbarschaftshilfe zu gründen, der sollte sich den 20. und 21. April vormerken: Dann findet das Forum „Lebensräume – Lebens(t)räume“ in der Waldshuter Justus-von-Liebig-Schule statt. Veranstalter sind der Landkreis Waldshut, die Stadt Waldshut-Tiengen und der Verein Wohnvision am Hochrhein. Ulrike Klein vom Landratsamt und Stadtrat Alfred Scheuble organisieren unter dem Motto „Miteinander füreinander“ das Schwerpunktthema Nachbarschaftshilfe. Bei den zwei weiteren Schwerpunkten geht es um neue Wohnformen und die generationengerechte Stadt. Vorträge, Workshops und eine Infobörse mit Ständen stehen auf dem Programm. Zum Thema Nachbarschaftshilfe werden Vertreterinnen des Netzwerks Nachbarschaftshilfe Freiburg sprechen und etliche, vor Ort tätige Nachbarschaftshilfen, werden sich im Rahmen der Infobörse an Ständen vorstellen. Die ganze Bandbreite ihres Wirkens, beispielsweise Fahrdienste, Betreuungsangebote und Hilfen im Haushalt, sowie ihre Organisationsformen werden deutlich werden.

Vorstellen wird sich mit der 2000 gegründeten Nachbarschaftshilfe Albbruck auch eine der ersten im Landkreis Waldshut. „Wir werden immer mehr nachgefragt“, sagt Gründungsmitglied Günter Schmidt. Ebenfalls mit einem Stand dabei sein wird die noch relativ junge Bürgergemeinschaft Küssaberg. Zu ihren Angeboten gehört auch ein Bürgerbus, mit dem ehrenamtliche Fahrer Küssaberger innerhalb der Gemeinde kostenlos fahren, beispielsweise zum Arzt oder zum Einkaufen.

  • Veranstaltungsort: Justus-von-Liebig-Schule Waldshut
  • Freitag, 20. April, 18 Uhr: Eröffnung der Infobörse. 19.30 Uhr: Grußworte von Landrat Martin Kistler und Oberbürgermeister Philipp Frank sowie Eröffnungsvortrag von Thomas Klie.
  • Samstag, 21. April, 9 Uhr: Eröffnung der Infobörse. 10 Uhr: Grußwort Thomas Gehr (Leiter Liebig-Schule) und Beginn der drei zeitlich parallelen Referate zu den drei Themenbereichen. 12 Uhr: Fazit und Gespräche.
  • Infobörse mit diesen Ständen: Arbeiterwohlfahrt, Bürgergemeinschaft Küssaberg, Caritas, Diakonie, DRK Waldshut, Faz Hochrhein, Jung und Alt – Attraktives Dorfleben Mauchen, Kreisseniorenrat, Nachbarschaftshilfe Albbruck, Oekogeno, Pflegestützpunkt Landkreis Waldshut, Wohnungsbaugenossenschaften aus Waldshut-Tiengen.