„Herzlich willkommen zum Zieleinlauf“, so begrüßte die Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe Waldshut-Tiengen, Monika König, die Absolventen des ersten Kurses „Häusliche Betreuung in der Altenhilfe“. Vor der Übergabe der Zertifikate referierte Susanne Hartmann vom landesweit operierenden Netzwerk Nachbarschaftshilfe über die gesellschaftlichen Hintergründe, über die Entstehungsgeschichte und die Tätigkeit der organisierten Nachbarschaftshilfe.

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Der Leitgedanke der „Hilfe von Haus zu Haus“, so die Referentin, sei von der christlichen Nächstenliebe geprägt und von der Idee, „da zu sein und Zeit zu haben“. Der demografische Wandel stelle die Gesellschaft vor neue Herausforderungen. Fragen, wie ältere, kranke, hilfebedürftige Menschen im gewohnten Umfeld unterstützt werden können, wie ihre Selbstständigkeit möglichst lange erhalten werden kann und wie Gemeinden für junge Familien attraktiv bleiben können, gilt es zu beantworten, sagte die Referentin.

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Nach 18 Kursabenden, in denen die häusliche Betreuung im Mittelpunkt stand, erhielten die 20 Kursteilnehmer jetzt ihre Zertifikate sowie als Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung eine gelbe Rose. „Ich hoffe, dass aus diesen Reihen viele in die Nachbarschaftshilfe gehen“, sagte abschließend Susanne Hartmann von der Netzwerkzentrale in Freiburg.

Was schon erreicht wurde

Während der anschließenden Aussprache tauchten Fragen zur Ausstattung, Organisation und Finanzierung des zu Jahresbeginn gegründeten Vereins der Nachbarschaftshilfe Waldshut-Tiengen auf. Die Vorsitzende Monika König zeigte den Versammelten, darunter auch Bürgermeister Joachim Baumert sowie der Pfarrer und Leiter der Seelsorgeeinheit Mittlerer Hochrhein St. Verena, Ulrich Sickinger, auf, was bisher im Verein schon alles getan wurde und was in nächster Zeit noch erledigt werden muss.

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Längst wurden ein kleines Büro und ein Sitzungsraum in der Berliner Straße 9 eingerichtet, organisatorische, juristische und versicherungsrechtliche Fragen wurden bearbeitet, erste Hilfseinsätze geleistet und vieles andere mehr. „Arbeitsintensive Monate liegen hinter uns“, sagte die Vorsitzende.

Weitere Baustellen

Außerdem gingen viele Anfragen zum Tätigkeitsbereich beim Vorstand ein, aber zunächst müssten erst noch „weitere Baustellen“ bearbeitet werden, erklärte die Vorsitzende Monika König. So seien der Internetauftritt und ein Flyer in Vorbereitung, Datenschutzthemen seien noch zu klären, regelmäßige Sprechzeiten müssten noch organisiert werden und vieles mehr.