Zahlreiche Gläubige feierten in den katholischen und evangelischen Kirchen der Waldstadt das Weihnachtsfest. Mit dem musikalischen Krippenspiel „Und sie folgten einem Stern“ läutete die evangelische Versöhnungskirche den Heiligen Abend ein. In sechs Szenen erzählten die Kinder der Kinderkantorei vom Wunder der Geburt Jesu in einem Stall in Betlehem. Musikalisch wurden sie von Bezirkskantor Matthias Flierl an Flügel und Orgel und von Annette Däublin-Schwarz auf der Blockflöte begleitet.

Die Heilige Familie hat im Stall Platz gefunden und erhält Besuch von den drei Königen: „Sehet das Kind in der Krippe“.
Die Heilige Familie hat im Stall Platz gefunden und erhält Besuch von den drei Königen: „Sehet das Kind in der Krippe“. | Bild: Pfarrer Wieland Bopp-Hartwig

Die Hirten hätten den Stern von Bethlehem gesehen und verstanden, dass hier etwas Besonderes passiert sei. Sie seien die ersten gewesen, die das Kind in der Krippe gesehen hätten. Dann seien auch die drei Weisen dem Stern gefolgt, dies erklärte Pfarrer Wieland Bopp-Hartwig. „Das war nicht die persönliche Geschichte von Maria, von den Hirten, den drei Weisen, das ist Gottes Geschichte mit allen Menschen. In diesem Kind, das in Bethlehem geboren wurde, ist Gottes Liebe sichtbar, Gott will uns ganz nahe sein“, wandte sich der Geistliche an die Gemeinde.

Beim Krippenspiel in der evangelischen Kirche: Es gibt keinen Platz in der Herberge für Maria und Josef.
Beim Krippenspiel in der evangelischen Kirche: Es gibt keinen Platz in der Herberge für Maria und Josef. | Bild: Pfarrer Wieland Bopp-Hartwig

„Wenn ich an Weihnachten denke, kommen mir die Worte ‚jauchzet und frohlocket’ aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach in den Sinn“, erklärte der katholische Pfarrer Ulrich Sickinger in seiner Predigt in der Liebfrauenkirche in Waldshut. „An Weihnachten feiern wir, dass Gott in unsere Welt gekommen ist, er begegnet uns hier als Mensch“.

Wer daran glaube, dass Gott an Weihnachten Mensch geworden sei, der dürfe nicht darüber schweigen, erinnerte Sickinger die Gläubigen. „Weihnachten heißt, Gott holt uns ab, Gottes Sohn wird Mensch. Gott ist Ihnen näher als Sie selbst, Gott ist einer von uns.“ Musikalisch umrahmt wurde der Weihnachtsgottesdienst von Kirchenchor und Orchester.