Waldshut-Tiengen Chiemsee-Messe in der Liebfrauenkirche: Herrlich und stimmungsvoll

Solisten und Musiker verleihen beim Auftritt in der Liebfrauenkirche der Chiemsee-Messe von Johann Michael Haydn Glanz und bescheren dem Publikum einen schönen Auftritt

Gerade mal neun Monate teilen sich Anne Roosmann und Oliver Schwarz-Roosmann die Kantorenstelle an der Liebfrauenkirche in Waldshut. Und schon luden sie ein interessiertes Publikum zu einem erstklassigen Kirchenkonzert, wie es stimmungsvoller und kurzweiliger nicht hätte sein können.

Erstklassige Solisten und versierte Musiker unterstützten das ehrgeizige Projekt und gestalteten diesen Konzertabend zu einem nachhaltigen Erlebnis voller Reminiszenzen an bedeutende Persönlichkeiten der Musikgeschichte. Glanzvoller Auftakt bildete das Konzert für Trompete, Streicher und Basso continuo von Arcangelo Corelli, den viele für einen der größten Komponisten überhaupt halten. Hier brillierte Eckart Kopetzki als Solist mit seiner Trompete und gab diesem Stück genau den festlichen Charakter, der als Auftakt für dieses glanzvolle Konzert passend schien. Die Singschule DoReMi, die nächsten Monat am deutschlandweiten Chorfestival der Pueri Cantores teilnimmt, nutzte diesen Abend quasi als Generalprobe für dieses außergewöhnliche Ereignis. Mit klaren voluminösen Stimmen sangen sie wunderbare Stücke von John Rutter, Josef Gabriel Rheinberger, Leo Delibes und als krönenden Abschluss das „Anthem“ von Sandra Milliken. Passend zu den aktuellen Ereignissen in der Welt warben sie für eine bessere Welt mit mehr Frieden, mehr Liebe und mehr Eintracht.

Als Hauptwerk des Abends erklang dann die Chiemsee-Messe von Johann Michael Haydn, deren romantische Entstehungsgeschichte im Programmheft mitgeteilt wurde.

Plastische Deutlichkeit

Herrliche Solostellen und stimmungsvolle Orchesterzwischenspiele ließen den gewaltigen Chor der Liebfrauenkirche immer wieder in neuer plastischer Deutlichkeit erscheinen. Stellenweise fühlte man sich zurückversetzt in die Zeit, in der dieses Werk entstand.Solche Kirchenkonzerte sind primär für alle Beteiligten immer Höhepunkt und Abschluss intensiver Probenarbeit. Deshalb wäre es schön, wenn die Öffentlichkeit etwas mehr für solche herausragenden Leistungen sensibilisiert würde. In der herrlich ausgestatteten Liebfrauenkirche vergaß man zuweilen durch die wunderschön dargebotene Musik, dass man im einundzwanzigsten Jahrhundert angekommen ist.

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