Mit 100 stimmberechtigten Mitgliedern war der Kreisparteitag des CDU-Kreisverbands Waldshut in der Gurtweiler Gemeindehalle gut besucht. Zu der Veranstaltung, in deren Mittelpunkt die Wahlen des Kreisvorstands sowie die der Kreis-, Landes- und Bundesdelegierten standen, hatte sich auch der Landesvorsitzende der CDU, Thomas Strobel, Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration in Baden-Württemberg, und Landrat Martin Kistler angesagt.

Bei den Wahlen zum Vorstand des Kreisverbandes Waldshut wurde Felix Schreiner, vor acht Jahren erstmals gewählt, für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt. Schreiner erhielt 94 von 97 abgegebenen gültigen Stimmen. Zu seinen Stellvertretern bestimmten die Mitglieder den St. Blasier Bürgermeister Adrian Probst (84 Stimmen), der neu im Vorstand sitzt, sowie Gabriele Schmidt aus Ühlingen Birkendorf (78 Stimmen) und Dieter Zauft aus Waldshut (73 Stimmen).

Wieder gewählt wurden außerdem Schatzmeister Ulrich Jahn aus Tiengen (94 Stimmen), Schriftführerin Nathalie Rindt aus Bonndorf (95 Stimmen), Pressesprecher Philipp Studinger aus Waldshut (93 Stimmen) und Internetreferent Torsten Boll aus Lauchringen (94 Stimmen). Neu in den Vorstand wurde Nicole Böcker aus Waldshut als Mitgliederbeauftragte mit 92 Stimmen gewählt. 15 Beisitzer komplettieren den Kreisvorstand. Nicht mehr kandidiert hatten der stellvertretende Vorsitzende Thomas Dörflinger und der Mitgliederbeauftragte Norbert Lüttin. In weiteren Wahlgängen wurden die Delegierten für Bezirk, Land und Bund bestimmt.

Innenminister Thomas Strobl (rechts) gratuliert dem alten und neuen Kreisvorsitzenden Felix Schreiner.
Innenminister Thomas Strobl (rechts) gratuliert dem alten und neuen Kreisvorsitzenden Felix Schreiner. | Bild: Claus Bingold

Im Hinblick auf die Kommunalwahlen im kommenden Jahr forderte Felix Schreiner die Mitglieder auf, für die Gremien zu kandidieren und von ihrem Recht, zur Wahl zu gehen, Gebrauch zu machen. „Die Kommunalpolitik ist das, was die CDU ausmacht. Wir sind die stärkste kommunalpolitische Kraft im Landkreis. Unser Ziel muss es sein, diese Position zu bewahren. Gehen Sie zur Wahl. Kommunalwahlen sind die beste Form der Bürgerbeteiligung.“

In seiner Rede ging Minister Thomas Strobel auch auf das Thema „schnelles Internet“ ein. In Stuttgart arbeite man mit Hochdruck an der Digitalisierung im Land. Hatte man ursprünglich 330 Millionen Euro für die Umsetzungen eingeplant, so sind es inzwischen eine Milliarde Euro, die zur Verfügung stehen. Dabei stellte Strobl fest, dass weit über 90 Prozent der Gelder nicht in die Ballungsräume fließen, sondern in die ländlichen Räume. „Allein in den Landkreis Waldshut sind in den Jahren 2016 und 2017 40 Millionen Euro, respektive 30 Millionen Euro geflossen. Glasfaserkabel zu verlegen, ist im Schwarzwald eine echte Herausforderung und richtig teuer.“ In diesem Zusammenhang bedankte sich Strobl für die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis Waldshut bei Landrat Martin Kistler.