„Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt!“ Mit dieser Ankündigung versucht der Schmitzinger Radsportverein jedes Jahr aufs Neue, den Launen des Aprils zu trotzen und das Publikum zu ermutigen, trotz wechselhafter Witterung beim traditionellen Eierlauf vorbeizukommen und die Matadoren zu unterstützen. Doch diesmal zeigte sich der April von seiner freundlichen Seite, es war sonnig und mild, alles konnte sich im Freien abspielen. Der Musikverein Gaiß-Waldkirch sorgte unter der Leitung von Marina Reichmann für Unterhaltung und die zahlreichen Helfer kümmerten sich um das leibliche Wohl der Gäste.

Ein Erfrischungsgetränk für Jonas Auer.
Ein Erfrischungsgetränk für Jonas Auer. | Bild: Manfred Dinort

Neben dem Festplatz, auf einem sorgfältig vorbereiteten Parcours, traten zwei junge Sportler gegeneinander an, um sich ein spannendes Eierduell zu liefern: Jonas Auer aus Gaiß und Timon Schmidt aus Schmitzingen.

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Der traditionelle Doppelparcours ist 110 Meter lang und mit je 50 rohen Eiern bestückt, die im Abstand von zwei Metern in Nestern aus Sägemehl eingebettet sind. Die Aufgabe der beiden Läufer besteht darin, die rohen Eier einzeln aufzulesen und unversehrt ins Ziel zu bringen. Hinter der Ziellinie steht ein Helferteam bereit, um die Eier in einer Decke aufzufangen.

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Kurz nach 14 Uhr gab RSV-Vorsitzende Brunhilde Granacher das Startzeichen und damit begann für die beiden Läufer ein Kräfte zehrendes Stopp und Go, 50 Mal hin, sich bücken, ein Ei auflesen und 50 Mal zurück – eine Strecke, die sich auf 5100 Meter summiert. Nach 29 Minuten und 17 Sekunden brachte Jonas Auer sein letztes Ei ins Ziel. Sein Konkurrent ließ sich etwas mehr Zeit, er benötigte 34 Minuten und 51 Sekunden.

Wieder ein Ei im Ziel! Dennoch musste sich Timon Schmidt (Bild) beim Eierlauf am Ende geschlagen geben.
Wieder ein Ei im Ziel! Dennoch musste sich Timon Schmidt (Bild) beim Eierlauf am Ende geschlagen geben. | Bild: Manfred Dinort

Auf die Einhaltung des Reglements achteten als Kampfrichter Matthias Köpfler, Franz Eckert und Uwe Kaiser. Anschließend wurden alle Eier in der Küche abgeliefert, nur eines war zu Bruch gegangen. Dann wurde der Hindernisparcours mit seinen zwölf Stationen aufgebaut, mit Wippe, Slalomparcours, Rundkreis und Zielwerfen. Bewertet wurden die Zeit und die Anzahl der Punkte. Keine leichte Aufgabe. Für die Teilnehmer, Jugendliche und Erwachsene, standen verschiedene Zweiräder zur Auswahl bereit. Bei der anschließenden Siegerehrung gab es für alle Teilnehmer einen Preis.

Lorenz Eschbach, Feuerwehrkommandant des Ausrückverbandes West, zeigt Geschick
Lorenz Eschbach, Feuerwehrkommandant des Ausrückverbandes West, zeigt Geschick | Bild: Manfred Dinort