Gut besucht war die Bürgerversammlung im Waldshut-Tiengener Ortsteil Krenkingen. Unter den Gästen im nahezu voll besetzten Saal des Gemeindehauses konnte Ortsvorsteher Frank Kaiser neben Bürgermeister Joachim Baumert unter anderem auch die Gemeinderäte Maximilian Wagner, Kai Uwe Zeitz, Thomas Hilpert und Norbert Botmer sowie Irmtraud Maier von der Seelsorgeeinheit Mittlerer Hochrhein, den Jagdpächter Axel Wasmer, der das Rehessen gespendet hat, und den Fischereipächter Jörg Kasseckert begrüßen. Die Bedienung der Gäste hatten die Krenkinger Landfrauen übernommem. Eröffnet wurde die Bürgerversammlung musikalisch durch den Männerchor Krenkingen unter der Leitung von Andy Thoma. 

Ortsvorsteher hält Rückschau

Es ist einiges gegangen in Krenkingen im vergangenen Jahr. Das ging aus dem detaillierten Bericht Frank Kaisers hervor. So konnte im Sommer die Küche im Gemeindehaus von Grund auf saniert und die neuen Geräte installiert werden. Die Sanierung der Außentreppe zum Haupteingang der Kirche war schon vor Jahren ein Thema. Im Zuge der Baumaßnahmen für ein neues Vordach am Eingang der Kirche konnte nun auch Restaurierung der Außentreppe durchgeführt werden.

Nahezu voll besetzt war des Saal im Gemeindehaus in Krenkingen bei der Bürgerversammlung. Rechts im Bild Bürgermeister Joachim Baumert, der als Vertreter der Stadt an der Versammlung teilgenommen hatte.
Nahezu voll besetzt war des Saal im Gemeindehaus in Krenkingen bei der Bürgerversammlung. Rechts im Bild Bürgermeister Joachim Baumert, der als Vertreter der Stadt an der Versammlung teilgenommen hatte. | Bild: Claus Bingold

Die Straßenbeleuchtung in Krenkingen wurde bereits 2018 auf LED umgestellt. Da man jedoch mit dem Ergebnis in Krenkingen nicht zufrieden war, die Ausleuchtung war nicht zufriedenstellend, musste für Nachbesserungen gesorgt werden. Im vergangenen Jahr wurden die erforderlichen Maßnahmen durch die Stadtwerke durchgeführt.

Dank an die Ehrenamtlichen

Besonderer Dank des Ortsvorstehers ging an die ehrenamtlich tätigen Mitbürger im Ort. Die Pflege der öffentlichen Anlagen wird von den Landfrauen durchgeführt. Um die Mäharbeiten der Grünflächen kümmert sich Martin Boll. Die Bachläufe werden von Felix Müller und Willi Thoma, und die Feldwege von Martin und Felix Müller betreut. Für dieses Jahr ist die Sanierung der Ortsverbindungsstraße – Ortsausfahrt Krenkingen nach Ühlingen – geplant.

Dafür sind im Haushalt der Stadt 270.000 Euro eingeplant. Die Baumaßnahmen sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Auf dem Wunschzettel der Krenkinger steht eine Umgestaltung des Spielplatzes mit neuem Spielgerät. Ein Vor-Ort-Termin mit Vertretern der Stadtverwaltung soll vereinbart werden. In Sachen Vereinszuschüsse beschloss der Ortschaftsrat, den SV Krenkingen mit 1000 Euro, sowie die Landfrauen und den Männerchor mit jeweils 300 Euro zu unterstützen.

Fischereipächter spricht von ökologischer Katastrophe

Zur bedrohlichen Situation der Steina unterhalb des Steinbruches legte Fischereipächter Jörg Kasseckert einen Bericht vor. Die Steina inklusive Uferstreifen ist als FHH-Gebiet streng geschütztes Naturschutzgebiet. Die Steina sei nun laut Kasseckert ab Obergrenze der Gemarkung seit 2018 zu einer ökologischen Katastrophe geworden. Kasseckert sieht als Verursacher der Verschmutzung den Steinbruchbetreiber der durch Baggerarbeiten und das Einbringen gelöster Feinstaubsubstrate den Lebensraum der Fische und Krebse zerstört. Die Fische finden fast kein Futter mehr. „Die heimische Bachforelle ist so gut, wie ausgestorben. Der Aal ist ausgestorben, und die Population der Steinkrebse ist stark rückläufig.“ Jörg Kasseckert hat bei der Umweltpolizei Strafanzeige erstattet. Mit dem Landratsamt steht der Ortschaftsrat zu diesem Thema bereits in Verbindung.