Bewaffnet mit Fragebogen, Stift und Erwartungen rund um Ausbildung und Beruf waren hunderte Jugendliche in das Schulzentrum der Gewerblichen Schulen nach Waldshut gekommen. Auch aus dem Landkreis Lörrach waren Schüler angereist, um sich am Berufsorientierungstag zu informieren. Und so präsentierten sich die Justus-von-Liebig-Schule, die Kaufmännische Schule und die Gewerbeschule von ihrer besten Seite.

Der Berufsorientierungstag der Gewerblichen Schulen in Waldshut war ein voller Erfolg. Die Firmen scheuen kaum Kosten, beim Werben um die zukünftigen Fachkräfte.
Der Berufsorientierungstag der Gewerblichen Schulen in Waldshut war ein voller Erfolg. Die Firmen scheuen kaum Kosten, beim Werben um die zukünftigen Fachkräfte. | Bild: Rolf Sprenger

Trotz des laufenden Schulbetriebs wurden Klassenräume, Labore und Werkstätten geöffnet. Geduldig standen die Lehrkräfte für Fragen zur Verfügung. Angesichts der Vielfalt der Möglichkeiten, die das Schulsystem bietet, nicht immer eine leichte Aufgabe. Rund 80 Unternehmen und Institutionen warben um Auszubildende. Attraktive Stände zeigten eindrucksvoll die Bandbreite der angebotenen Ausbildungsberufe. Von Hotelfachfrau bis Fachinformatiker – es dürfte für beinahe jeden etwas dabei gewesen sein.

Die Unternehmen legen Wert darauf, den Nachwuchs für sich zu gewinnen. Exemplarisch dafür stehen die Firmen Hectronic und Dunkermotoren aus Bonndorf. Mit ihrem Ausbildungsprogramm „HeDu“ bieten sie eine außergewöhnliche Kooperation.

Die Ausbildungsleiter der Firmen Hectronic und Dunkermotoren, Alexander Ebi (links) und Andreas Koliska stehen für die Ausbildungskooperation HeDu.
Die Ausbildungsleiter der Firmen Hectronic und Dunkermotoren, Alexander Ebi (links) und Andreas Koliska stehen für die Ausbildungskooperation HeDu. | Bild: Rolf Sprenger

„Seit zehn Jahren bieten wir eine firmenübergreifende Ausbildung an“, erläuterte Ausbildungsleiter Alexander Ebi von Hectronic, „Tür an Tür entwickeln wir gemeinsame Objekte. Die Stärke von Dunkermotoren liegt in der Mechanik, Hectronic ist der Spezialist für Elektronik„, erklärte Ebi weiter. „Die Schnittstellen werden immer komplexer. Mit dieser Kooperation können wir diese Anforderungen optimal erfüllen“, ergänzte sein Kollege Andreas Koliska von Dunkermotoren.

Besonders gefragt waren auch Berufsbilder im sozialen Bereich. Die Stände vom Roten Kreuz und dem Caritasverband Hochrhein waren pausenlos umlagert. Auch der 18-jährige Tim Höflin aus Waldshut informierte sich hier. Nach seinem Freiwilligen Sozialen Jahr steht sein Berufsziel fest. Er möchte Arbeitserzieher werden. „Es macht mir Spaß, behinderten Menschen zu helfen“, erklärt er seine Motivation. Doch bevor er die Ausbildung machen kann, muss er eine Lehre in einem handwerklichen oder industriellen Betrieb absolvieren. „Ich habe interessante Gespräche geführt. Am besten hat mir die Firma Freudenberg aus Oberwihl gefallen. Ich hoffe, dass ich dort einen Ausbildungsplatz erhalte.“