Schüler aus dem gesamten Landkreis, Eltern und Lehrer können sich hier von 9 Uhr bis 16 Uhr aus erster Hand orientieren und gezielt informieren.

Neben den beruflichen Schulen sind wieder zahlreiche Ausbildungsbetriebe, Ämter, Kammern und Hochschulen vertreten. Auf den Schulhöfen werden regionale Autohändler und das Rote Kreuz mit seinen Ausstellungsfahrzeugen vertreten sein.

Außerdem laden die Gewerblichen Schulen, die Justus-von-Liebig-Schule und die Kaufmännischen Schule auch in diesem Jahr zu einem Info-Tag mit zahlreichen Informationsveranstaltungen zu den verschiedenen Schularten ein.

  • Wandel statt Stillstand: Dem stetigen Wandel in der Berufs- und Arbeitswelt geschuldet, wurden viele Berufsprofile angepasst und modernisiert. Diese veränderten Tätigkeiten verlangen vom künftigen Gesellen oder Facharbeiter besondere Fähigkeiten, sogenannte Kompetenzen, die in den Zeugnissen der Berufsschule anstelle von Fachnoten ausgewiesen werden. Das Gleiche gilt auch für die kaufmännischen und sozialen Ausbildungsberufe. Dementsprechend ist die duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule sehr eng miteinander verwoben. Die fachpraktischen und fachtheoretischen Lerninhalte werden heute in sich abgeschlossenen Lernfeldern erarbeitet.
  • Qualifikation hat Zukunft: Hier bietet sich für junge Auszubildende die Chance, durch Eigeninitiative einen höheren Bildungsabschluss zu erreichen. Entsprechende Angebote halten die beruflichen Schulen in Waldshut bereit. Berufsschüler, die bereits zu Beginn einer Berufsausbildung einen mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) nachweisen können, erhalten die Möglichkeit, die Zusatzqualifikation Fachhochschulreife zu erwerben. Diese wird am Ende der Berufsausbildung geprüft, im Abschlusszeugnis der Berufsschule ausgewiesen und eröffnet die Möglichkeit eines weiterführenden Studiums an einer Fachhochschule.
  • Zeitgemäße Weiterbildung: Mit dem Lehrgang zum „Staatlich geprüften Techniker“ öffnet sich ein weiterer Weg zur Fachhochschulreife. Derzeit wird in Waldshut eine, zwei Jahre dauernde Ausbildung in der Fachrichtung „Automatisierungstechnik/Mechatronik“ angeboten. Mechatronik ist eine sogenannte Hybridausbildung, in der zwei Berufsfelder, Maschinentechnik und Elektrotechnik, in einer Ausbildung vermittelt werden. An dem Lehrgang können Bewer ber aus beiden Fachrichtungen teilnehmen. Voraussetzung sind der Facharbeiter- oder Gesellenbrief, das Abschlusszeugnis der Berufsschule und mindestens 18 Monate Berufserfahrung zu Beginn der Ausbildung.
  • Bachelor-Abschluss: Neu ist die Möglichkeit, an den beruflichen Schulen einen Bachelor-Abschluss zu erwerben. Die Justus-von-Liebig-Schule bietet hierzu einen Studiengang im Fachbereich Erziehung in Kooperation mit der Fachhochschule des Mittelstands Bielefeld an. An den Kaufmännischen Schulen besteht die Möglichkeit eines Bachelor-Abschlusses in Kooperation mit der Steinbeiß Akademie. Voraussetzung ist jeweils eine Studienzulassung in Form einer Fachhochschulreife oder das Abitur.

Fachschulen stellen sich vor

<p>Am Berufsorientierungstag in Waldshut wird den Schülern ein breites Spektrum an beruflichen Zukunftsperspektiven präsentiert. <em>Bild: Claus Bingold</em></p>

Am Berufsorientierungstag in Waldshut wird den Schülern ein breites Spektrum an beruflichen Zukunftsperspektiven präsentiert. Bild: Claus Bingold

| Bild: Claus Bingold

Waldshut (bin) Das Angebot der beruflichen Schulen in Waldshut umfasst sowohl Einjährige als auch Zweijährige Berufsfachschulen. Die einjährigen Berufsfachschulen ersetzen das erste Lehrjahr einer sich anschließenden Berufsausbildung im entsprechenden Berufsfeld.

Aufnahmevoraussetzung sind der Hauptschulabschluss, oder ein diesem gleichrangiger, sowie die Zusage über die Möglichkeit einer Ausbildung in einem Betrieb.

Die Justus-von-Liebig-Schule bietet die Einjährige Berufsfachschule im Berufsfeld Altenpflege an. Die Gewerblichen Schulen bilden in Elektrotechnik, Fahrzeugtechnik und Metalltechnik aus. Alle einjährigen Berufsfachschulen schließen mit einer fachpraktischen Prüfung ab.

Die zweijährigen Berufsfachschulen führen zum Abschluss der sogenannten Fachschulreife. Diese beinhaltet einen mittleren Bildungsabschluss und kann, im Falle der gewerblich-technischen Variante, als erstes Ausbildungsjahr im entsprechenden Berufsfeld angerechnet werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, eine weiterführende Schule, etwa ein Berufskolleg oder ein Berufliches Gymnasium, zu besuchen. Aufnahmevoraussetzung ist der erfolgreiche Abschluss der Hauptschule oder des Berufseinstiegsjahres.

Die zweijährige Ausbildung wird in Waldshut von allen drei beruflichen Schulen angeboten. Die Justus-von-Liebig-Schule deckt die Bereiche Hauswirtschaft und Sozialpädagogik sowie Gesundheit und Pflege ab. Die Gewerblichen Schulen haben die beiden Berufsfelder Elektrotechnik und Metalltechnik auf dem Programm. Bei den Kaufmännischen Schulen nennt sich dieses Angebot Wirtschaftsschule.

Berufskollegs in Waldshut: Alle drei beruflichen Schulen in Waldshut bieten Berufskollegs mit der Dauer von ein oder zwei Jahren an. Mit dem zweiten Jahr kann die Fachhochschulreife erworben werden.

Die Justus-von-Liebig-Schule führt als Berufskollegs die „Berufskollegs I und II für Gesundheit und Pflege“ und für die Erzieherausbildung das „Berufskolleg für Praktikantinnen/Praktikanten“ sowie die beiden zweijährigen Berufskollegs „Sozialpädagogik“ und „Biotechnologie“. Die Gewerblichen Schulen offerieren das Technische Berufskolleg I und II. Die Kaufmännischen Schulen bieten das einjährige Kaufmännische Berufskolleg I mit Übungsfirma und das Kaufmännische Berufskolleg II an.

Ein Ziel, sechs Wege: Für gute Absolventen der Realschule, der Berufsfachschule mit Fachschulreife oder der Werkrealschule eröffnet der Besuch des Beruflichen Gymnasiums den Weg zur Allgemeinen Hochschulreife und damit auch die Möglichkeit, jeden beliebigen Studiengang aufzunehmen. Neben dem Ernährungswissenschaftlichen Gymnasium und dem Biotechnologischen Gymnasium an der Justus-von-Liebig-Schule führen auch das Technische Gymnasium an den Gewerblichen Schulen und das Wirtschaftsgymnasium an den Kaufmännischen Schulen mit zum Abitur.

Informationen hierzu gibt es an den Infoständen der beruflichen Schulen sowie bei den schulischen Informationsveranstaltungen am Info-Tag parallel zum Berufsorientierungstag.