25 Jahre Tag des offenen Denkmals, da wollen auch Veranstalter in Waldshut-Tiengen nicht abseits stehen. In Detzeln gestalten die Landfrauen am 9. September ein aufwendiges Programm mit Führungen, Fotoausstellung und Kaffee-Bewirtung. Unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“ gewähren die Stadtführerinnen Karin Lindemann und Susanne Tritschler Einblick in Urzellen von Waldshut: den Königsfelder Hof und das Greiffenegg-Schlössle. Die Führung wird begleitet von dem Barden Bernd Wallaschek. Im Bonndorfer Ortseil Boll kann die Museumsmühle besichtigt werden.

Tag des offenen Denkmals
Tag des offenen Denkmals | Bild: Heidemarie Rombach 2016

Mehr als 7500 historische Baudenkmale, Parks oder archäologische Stätten öffnen am Tag des offenen Denkmals am 9. September ihre Türen. Das teilt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in Bonn als bundesweite Koordinatorin der Aktion mit. „Dass die Feier zu 25 Jahren Tag des offenen Denkmals in Deutschland mit dem Europäischen Kulturerbejahr 2018 zusammenfällt, kommt wie gerufen“, so Steffen Skudelny, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

<strong>Detzeln:</strong> Insgesamt sind es sieben Wegkreuze rund um Detzeln und ein Kriegerdenkmal sowie die Oswaldkapelle, die aus der Mitte des 12. Jhs. stammt. Im Zuge der Kleindenkmalerfassung wurden die Wegkreuze und das Kriegerdenkmal von Eckehart Kipping erfasst. Fotoausstellung zu den Objekten im Gemeindehaus Detzeln. Führungen zu sechs Wegkreuzen und zur Oswaldkapelle.<br /><strong>Führungen</strong> um 11, 12 und 14 Uhr, Dauer etwa drei Stunden. Friedhofweg 4 am Gemeindehaus Detzeln.
Detzeln: Insgesamt sind es sieben Wegkreuze rund um Detzeln und ein Kriegerdenkmal sowie die Oswaldkapelle, die aus der Mitte des 12. Jhs. stammt. Im Zuge der Kleindenkmalerfassung wurden die Wegkreuze und das Kriegerdenkmal von Eckehart Kipping erfasst. Fotoausstellung zu den Objekten im Gemeindehaus Detzeln. Führungen zu sechs Wegkreuzen und zur Oswaldkapelle.
Führungen um 11, 12 und 14 Uhr, Dauer etwa drei Stunden. Friedhofweg 4 am Gemeindehaus Detzeln. | Bild: Esther Koch

„Der Tag des offenen Denkmals hat sich innerhalb von 25 Jahren zur größten Kulturveranstaltung Deutschlands entwickelt. Dies ist der Begeisterung und dem Engagement der vielen Planungspartner zu verdanken: den Denkmaleigentümern, den Denkmalfachleuten, den Gemeinden und Städten und nicht zuletzt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.“

Seit 1993 gibt es den Tag des offenen Denkmals

Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days unter der Schirmherrschaft des Europarats. Alle 50 Länder der europäischen Kulturkonvention beteiligen sich im September und Oktober an dem Ereignis. Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Tag des offenen Denkmals in Deutschland. Der bundesweite Tag des offenen Denkmals hält vielfältige Antworten parat. Wenn jedes Jahr am zweiten Sonntag im September historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, ihre Türen öffnen, dann sind Millionen von Architektur- und Geschichtsliebhabern zu Streifzügen in die Vergangenheit eingeladen. „Geschichte zum Anfassen”, das bietet der Tag des offenen Denkmals dem Besucher dabei in wohl einmaliger Weise.

Kulturerbjahr EU-weit ausgerufen

„Entdecken, was uns verbindet” bezieht sich explizit auf das Europäische Kulturerbejahr 2018. In ganz Deutschland beteiligen sich während des gesamten Jahres die unterschiedlichsten Kultureinrichtungen, Museen, Schulen, Hochschulen, Bürgerinitiativen und sonstige kulturell Engagierte am Kulturerbejahr, das unter dem Motto „Sharing Heritage” steht. Das Jahr ist EU-weit ausgerufen. In Deutschland koordiniert es das Nationalkomitee für Denkmalschutz.

Urzellen der Stadt Waldshut

In Waldshut sind der Königsfelder Hof und das Greiffenegg-Schlössle zugänglich, sie zählen zur Urzelle der Waldstadt. Das Habsburgische Kloster Königsfelden im Aargau hatte seit 1378 das Patronatsrecht über die Waldshuter Kirchen. Der Königsfelder Hof wurde als zentraler Ort der Güterverwaltung für das Kloster genutzt. Der ursprüngliche Gutshof wurde durch einen Brand völlig zerstört. Das heutige Gebäude wurde im Jahr 1569 wieder aufgerichtet. Das wehrhafte Wohnhaus des Greiffenegg-Schlössle stammt aus dem frühen 15. Jahrhundert und wurde als Jagdschloss genutzt. Spätere Anbauten stammen aus dem 16.und 17. Jahrhundert. 1763 erwarb Benedikt Tröndlin von Greiffenegg das Anwesen. Bis 2005 blieb das Schlössle im Familienbesitz.

Treffpunkt zur Führung ist am 9. September um 11 Uhr an der Treppe zum Johannisplatz/Amthausstraße in Waldshut. Objekte sind sonst nicht zugänglich.

Das Programm ist unter www.tag-des-offenen-denkmals.de zu finden. Dort kann man sich alle teilnehmenden Denkmale einer Region anzeigen lassen, nach Denkmalkategorien suchen und über einen Merkzettel persönliche Denkmaltouren zusammenstellen. Es gibt auch eine kostenfreie App.