Zwei Jahre gespickt mit Notenhürden und Aufgaben außerhalb ihrer Komfortzone sind vorbei: 30 Schüler der Kaufmännischen Schule Waldshut haben das Berufskolleg II abgeschlossen und damit die Fachhochschulreife erworben.

Schulleiterin gratuliert Absolventen

Am Donnerstagabend wurde dies gebührend in einer kleinen Feier in der Sporthalle der Kaufmännischen Schulen Waldshut mit Familie und Freunden gefeiert. Schulleiterin Isabella Schlipphack gratulierte den Absolventen zum zweithöchsten Schulabschluss im deutschen Bildungssystem. Nun stünden die jungen Erwachsenen vor einer neuen Herausforderung: Dem Leben. Sie rief dazu auf, dieses zu genießen und Chancen zu ergreifen. „Das Leben genießen, heißt nicht, nichts zu tun“, betonte Schlipphack. „Ihr seid alt genug, macht was draus.“ Doch am allerwichtigsten sei es, glücklich zu sein. „Ob ihr glücklich seid oder nicht, das ist eine Entscheidung, die nur ihr ganz alleine treffen könnt.“

Zitat von Cyril Parkinson

Die Schulleiterin schloss ihre Rede mit einem Zitat von Cyril Parkinson: „Um ein böses Gesicht zu machen, musst du 65 Muskeln anstrengen. Um zu Lächeln, brauchst du nur zehn. Also überanstrengt euch nicht!“ Anschließend half Klassenlehrerin Brigitte Maier-Ladwig direkt mit, die Gäste und vor allem die Schüler zum Lächeln und Lachen zu bringen. In ihrer Rede sprach sie von Veränderungen, die nun auf die jungen Erwachsenen zukommen werden und wie die letzten zwei Jahre die Schüler darauf vorbereitet haben, mit dieser Veränderung umzugehen.

Zeugnisübergabe und Preisverleihung

„Durch das Bestehen dieses anstrengenden Jahres und der Prüfung haben sie gezeigt, dass sie sich auch verändern können“, so Maier-Ladwig. Sie hatte sich die Zeit genommen, zu jedem Schüler einen Satz mit seinen besten Eigenschaften, die ihn zu solchen Veränderungen befähigt, zu formulieren. Zum Abschluss fasste sie zusammen: „Veränderung ist am Anfang schwer, in der Mitte chaotisch, aber am Ende einfach großartig!“ Nach der Zeugnisübergabe und Preisverleihung bedankte sich Absolvent Zahid Derin im Namen seiner Klasse bei den Lehrern. Nach einem Jahr sei man wie eine Familie geworden und er sei traurig, diese Familie nun bereits wieder zu verlassen. „Ich hab euch alle lieb und ich vermisse euch jetzt schon“, sagte er zu seinen Mitschülern. Die Vertrautheit und das Familiäre war bei der Feier zu spüren. Die 30 Absolventen waren ein Team und untereinander sehr vertraut – ein Jahr zusammen im Klassenzimmer gezeichnet von Klausurenstress, aber auch von Spaß schweißt eben zusammen.

Fünf Schüler erhielten aufgrund ihrer herausragenden Leistungen einen Preis: (von links) Schulleiterin Isabella Schlipphack, Klassenlehrerin Brigitte Maier-Ladwick, Sandro Reinhold, Luisa Tröndle, Miriam Stoll, Katharina Stark und Jahrgangsbeste Anna-Lena Mühlhaupt. Bild: Johanna Meister
Fünf Schüler erhielten aufgrund ihrer herausragenden Leistungen einen Preis: (von links) Schulleiterin Isabella Schlipphack, Klassenlehrerin Brigitte Maier-Ladwick, Sandro Reinhold, Luisa Tröndle, Miriam Stoll, Katharina Stark und Jahrgangsbeste Anna-Lena Mühlhaupt. Bild: Johanna Meister