Nicht ganz so spektakulär verlief in diesem Jahr das Kuhlotto, das der SV Eschbach im Rahmen seines Sportfestes in Szene gesetzt hatte: Die zweieinhalbjährige Milchkuh Bella, Mutter eines Kalbes, erfüllte die in sie gesetzten Erwartungen nicht in vollem Umfang. 60 Minuten warteten die Zaungäste vergebens darauf, dass Bella mit ihrem Fladen eines der 225 Quadrate des Lottofelds markieren würde – aber nichts geschah. Bella posierte, ließ sich gerne bewundern, aber mehr war nicht drin.

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Nach Ablauf der Frist musste ihre Herrin, Christa Schupp vom Eschbacher Brunnmatthof, das schmucke, braun-weiß gefleckte Tier unverrichteter Dinge im Viehtransporter zurück auf die Weide bringen. Aber der Sportverein hatte auch für diesen Ausgang eine Lösung parat. Der Vorsitzende Jürgen Amrein verkündete per Mikrofon: „Das Feld, in dem Bella nach Ablauf der Frist mit ihrem rechten Hinterhuf stehen bleibt, bekommt den Zuschlag.“ Und so klappte es auch: Mit ihrem rechten Hinterhuf markierte Bella das Feld 16, und damit stand auch der Gewinner fest. „Das passiert leider immer wieder“, kommentierte Jürgen Amrein den Ausgang des Kuhlottos, „doch dann müssen wir uns eben was anderes einfallen lassen“. Früher habe man das mit Bällen gemacht, die von Kindern in das Lottofeld geworfen wurden.

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Mit dem Kuhlotto war für den Verein wieder ein erheblicher Aufwand verbunden. Das Lottofeld mit seinen 225 Feldern musste präpariert und die 15 Reihen mit Zahlen beschildert werden. Um die Sicherheit der Zuschauer zu gewährleisten, musste das Feld mit einem doppelten Elektrozaun abgesichert werden. Mit weiteren Farbbändern wurde das Publikum auf Distanz gehalten. Auch ein anderer Gesichtspunkt war wichtig: „Wir haben ein gutmütiges Tier ausgewählt“, erklärte Landwirt und Ortsvorsteher Matthias Schupp. „Aber wir machen das schon seit über 20 Jahren und wir wissen, wie wir das anpacken müssen.“ Dabei könne er keine Garantie abgeben, ob das Tier sein Geschäft pünktlich verrichte.

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Trotzdem äußerte sich Jürgen Amrein zufrieden über den Festverlauf: „So viele Besucher wie in diesem Jahr hatten wir schon lange nicht mehr.“ Allerdings habe es auch einen kleinen Wermutstropfen gegeben: Im Rahmen des Handwerkervespers, das vom Musikverein Dogern musikalisch umrahmt wurde, musste Amrein zwei verdiente Mitglieder verabschieden. Das waren Ralf Winterhalter, der acht Jahre die Frauenmannschaft trainierte, und Topspieler Frank Arzner, der nach 18 Jahren seine aktive Zeit in der ersten Mannschaft beendete. Amrein sagte: „Er war für uns eine Institution, er schoss über 200 Tore und er hatte einen maßgeblichen Anteil an den Erfolgen des SVE“.