Es war wieder ganz schön gepfeffert, was das Theaterteam des Radsportvereins Schmitzingen unter der Regie von Bernhard Huber im Gerätehaus auf die Bühne zauberte. Da wurde nicht lange um den heißen Brei herum geredet, da ging es ohne Umschweife zur Sache. Das war ganz nach dem Geschmack des Publikums, das wieder einmal hellauf begeistert war. Am Sonntag, nach der letzten Aufführung, zog die Vereinsvorsitzende Brunhilde Granacher eine positive Bilanz: „Wir hatten über 600 Besucher, alle vier Veranstaltungen waren ausverkauft, es lief super.“

Das Theaterteam (von links): Brunhilde Granacher, Johannes Flügel, Angelika Eschbach, Lothar Schmidt, Evi Granacher, Herbert Ganzmann, Angelika Gfell und Benjamin Ortlieb.
Das Theaterteam (von links): Brunhilde Granacher, Johannes Flügel, Angelika Eschbach, Lothar Schmidt, Evi Granacher, Herbert Ganzmann, Angelika Gfell und Benjamin Ortlieb. | Bild: Manfred Dinort

Auch in dieser Saison hatte der Verein wieder einen Hit im Angebot: „Alles, was das Herz begehrt“, so hieß der Dreiakter von Beate Irmisch. „Ein Stück, das optimal in unser Dorf passt“, befand die Vorsitzende, die auch selbst wieder mitspielte, diesmal in der Rolle der erlebnishungrigen Oma und Schwiegermutter. Die Jüngste im Team war Evi Granacher, die zum zweiten Mal dabei war und als verwöhnte Göre des Hauses ihre Rolle perfekt ausfüllte.

Rollentausch als Ausweg

Das Theaterstück handelte vom Alltag in der Schreinerei Schmoller, ein traditionelles Familienunternehmen, das in finanzielle Schieflage geraten ist. Firmenchef Heinz Schmoller (Benjamin Ortlieb) versucht mit allen Mitteln, aus dieser Situation herauszukommen. Konkurrenz macht ihm Glasermeister Otmar Strunsel (Lothar Schmidt), der die Betriebe gern fusionieren möchte. Ganz andere Sorgen hat die Hausherrin Maria Schmoller (Angelika Gfell). Sie muss alle Arbeiten im Haus allein bewältigen, keiner macht einen Finger krumm. Doch dann nimmt die Geschichte eine überraschende Wende: Sie übernimmt die Regie in der Schreinerei, er führt den Haushalt, alles wird auf den Kopf gestellt.

Abschied von Maskenbildnerin Daniela Gabriel

In den weiteren Rollen spielten Herbert Ganzmann als Opa Schmoller, Angelika Eschbach als Sekretärin und Johannes Flügel als Schreinergeselle. Als Souffleuse wirkte Jeanette Ebner. Nach 19 Jahren war Maskenbildnerin Daniela Gabriel zum letzten Mal dabei. Brunhilde Granacher bedauerte ihren Rückzug und dankte ihr mit Blumen.