Wenn die Waldshuter Junggesellen an Chilbi-Montag zum Gulaschessen in die Stadtscheuer laden, dann sind mehrere Dinge garantiert. Leckeres Essen (wie der Name schon sagt), das passende Getränk dazu und reichlich Anekdoten.

<strong>Mit Getränk:</strong> Rita Schwarzelühr-Sutter bekam ihr Fett weg.
Mit Getränk: Rita Schwarzelühr-Sutter bekam ihr Fett weg. | Bild: Halter, Maximilian

Kurzum, ein Stammtisch des munteren Schlagabtausches und mitunter auch der wohl selten böse gemeinten Wahrheiten. Im Mittelpunkt steht aber zweifelsohne der Bockgewinner, dieses Mal Joachim Ebi.

So kreuzten auch gestern die Vertreter der Waldshuter Traditionsvereine, der Stadtverwaltung, der Honoratioren der Stadt und der Gäste aus Tiengen, vornehmlich der Bürger der Surianer-Gemeinde, verbal die Klingen und brachten dabei so manche Peinlichkeit der vergangenen 365 Tage schonungslos ans Tageslicht.

<strong>Mit Humor:</strong> OB Philipp Frank durfte beim Gulaschessen verbal austeilen, musste aber auch einstecken.
Mit Humor: OB Philipp Frank durfte beim Gulaschessen verbal austeilen, musste aber auch einstecken. | Bild: Halter, Maximilian

Doch die so ins Rampenlicht gezerrten Stammtischbrüder ertrugen es wacker, vor allem jedoch stets mit Humor.

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So auch Oberbürgermeister Philipp Frank, der gestern aufgrund der ein oder anderen Ungenauigkeit in Reden oder Versprechern zu „Fauxpas-Fips“ umgetauft wurde.

Aber nicht nur über ihn ergoss sich so manches Becherchen Hohn und Spott.

<strong>Mit Blumen:</strong> Thomas Ruch (Alt Waldshut, l.) verteilte Rosen, hier an Bockgewinner Joachim Ebi. <em>Bilder: Maximilian Halter</em>
Mit Blumen: Thomas Ruch (Alt Waldshut, l.) verteilte Rosen, hier an Bockgewinner Joachim Ebi. Bilder: Maximilian Halter | Bild: Halter, Maximilian

Sichtlich bester Laune und voller Stolz sprach Joachim Ebi als Gewinner des Chilbibocks zu seinen Stammtischbrüdern und ganz wenigen -Schwestern (drei weibliche Ehrengäste).

Der aus einer Chilbi-Dynastie stammende Unternehmer, ehemals aktiver Stadtmusiker und Mitbegründer der Guggenmusik Waldstadtfäger nutzte sein Rederecht, um seiner immensen Freude Ausdruck zu verleihen und seinen Eltern zu danken (sein Vater verkörperte über viele Jahre hinweg das Waldshuter Männle), sondern auch um einen eindringlichen Appel zum Erhalt des Waldshuter Freibades an OB Philipp Frank und anwesende Stadträte zu richten.

<strong>Mit Witz:</strong> Der diesjährige Bockgötti Florian Schwald erzählte beim traditionellen Gulaschessen in der Waldshuter Stadtscheuer die 550. Chilbi launig aus der Sicht des Bocks.
Mit Witz: Der diesjährige Bockgötti Florian Schwald erzählte beim traditionellen Gulaschessen in der Waldshuter Stadtscheuer die 550. Chilbi launig aus der Sicht des Bocks. | Bild: Halter, Maximilian

Junggesellen-Zunftmeister Werner Späth und Bockgötti Florian Schwald waren sich mit allen Gästen, darunter auch die beiden Abgeordneten Rita Schwarzelühr-Sutter und Felix Schreiner, einig, dass es keinen besseren Bockgewinner der Jubiläums-Chilbi hätte geben können als eben Joachim Ebi.