Waldshut-Tiengen Bei einem Kinderchorworkshop mit Christiane Wieblitz erhalten Kinderchorleiter wertvolle Anregungen für ihre Arbeit

Kinderchorleiter nehmen an einem zweitägigen Workshop teil und erhalten wertvolle Anregungen für ihre Arbeit mit den jungen Sängern. Kinder der Singschule Doremi als Testpersonen.

„Zwei Tage wieder einmal Kind sein dürfen“ – So resümierte ein Teilnehmer den Kinderchorworkshop mit Christiane Wieblitz. 30 Teilnehmer, darunter auch viele hauptberufliche Kirchenmusiker, trafen sich in Waldshut. Sie wollten eine der nur noch seltenen Gelegenheiten nutzen, die Autorin des Buches „Lebendiger Kinderchor“ live bei ihrer Arbeit zu erleben. Das Buch dient vielen Kinderchorleitern schon lange als Stütze für ihre Arbeit mit Kinderchören.

Dem Pueri Cantores Verband, insbesondere Kantorin Anne Roosmann (Waldshut), ist es zu verdanken, dass dieser Kurs stattfinden konnte, der ein wahrer Gewinn für alle Teilnehmenden war, schreibt die Singschule Doremi in einer Pressemitteilung.

Zwei Tage stets in Bewegung, ob mit dem Körper, dem Geist, der Stimme oder allen drei Parametern gleichzeitig: der Ideenreichtum von Christiane Wieblitz, ein Lied auf verschiedene Art und Weise einzustudieren, neu zu gestalten und auszubauen, brach nicht ab.

Der Kurs bestand aus drei Theorieeinheiten und zwei Einheiten mit dem Kinderchor der Singschule Doremi. Die Teilnehmer waren also einerseits Zuschauer bei der Arbeit von Christiane Wieblitz mit dem Kinderchor und andererseits schlüpften sie selbst in die Rolle eines Kindes und erlebten am eigenen Leib die vielseitigen Herangehensweisen an ein neues Lied. „Sich in die Ebene des Kindes hineinzuversetzen und dennoch nicht ins Kindische hineinzurutschen, ist immer wieder neu eine Herausforderung“, sagte die Kursleiterin. „Die Liebe zu den Kindern und zu sich selbst ist eine wichtige Voraussetzung in der Kinderchorarbeit.“

Christiane Wieblitz spielte mit vielen Facetten der Sprache, vom Flüstern bis zum einfordernden Rufen, sie hatte zahlreiche Choreografien zu Kanons, aber auch „Nonsens-Liedern“ parat. Auch schauspielerische Elemente flossen mit ein und die Hand von Christiane Wieblitz zeigte die Intervalle an, die gesungen werden sollten: kurz „die Hand sang“ (Dur-Moll-Hand). Die Verbindung von Singen und Bewegung war ein großer Teil ihrer Arbeitsweise. Das „Aufeinander Hören“ und „zum eigenen Ton Stehen“ waren jedoch zwei herausragende Lernziele, die sie mit unterschiedlichen spielerischen Methoden bei den Kindern förderte. Das Zusammengehörigkeitsgefühl wurde gestärkt durch Gruppenformationen oder bei der Arbeit zu zweit.

Durch ihre charismatische und positiv bezwingende Ausstrahlung und ihre schier grenzenlose Kreativität zog Christiane Wieblitz nicht nur die Kinder des Kinderchors ganz in ihren Bann, sondern auch die vielen Teilnehmer. Sie brachten ihren Dank am Ende des Kurses zum Ausdruck, heißt es in der Pressemitteilung der Singschule Doremi. Mit allen Sinnen gefordert zu werden, wahrzunehmen und zu lernen, war für sie alle eine erfüllende und lehrreiche Erfahrung für ihre eigene Arbeit mit den Kindern. Somit waren die Koffer bei der Abreise gut gefüllt mit neuen Anregungen und die Teilnehmer nahmen das wiederentdeckte Kind in sich mit nach Hause.

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