Hohe Erwartungen knüpft die Bürgerinitiative „Pro Basistunnel„ an die Planungsgesellschaft Deges, die im April 2018 die Federführung bei der Planung der A 98 übernahm. „Wir sind zuversichtlich, dass es jetzt vorangeht“, sagte der Vorsitzende Fritz Opel bei der Hauptversammlung. Gleichzeitig kündigte er seinen Rückzug vom Vereinsvorsitz an, den er von Anfang an, seit 2005, innehatte. Als Nachfolger und neuer Vorsitzender wurde Jörg Roth gewählt. Unter dem Beifall der rund 30 anwesenden Mitglieder wurde Fritz Opel zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

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Aber man müsse die Verhältnisse auch realistisch sehen, so führte Opel weiter aus, die Umsetzung werde noch Jahre dauern. Allein für die Vorplanung und die Erstellung einer Vorzugsvariante müssten zwei Jahre eingeplant werden. Und wenn kein gut fundierter Konsens in der Trassenführung zustande käme, könnten gerichtliche Klagen das Projekt weiter verzögern.

Verein will ein Wort mitreden

„Sicher werden wir versuchen, Einfluss auf die Planung zu nehmen, aber so, dass wir als fairer Partner respektiert werden.“ Wichtige Grundvoraussetzungen für die Planung seien jedenfalls erfüllt: „Die Umfahrung Waldshut ist im laufenden Verkehrswegeplan der Bundesregierung abgesichert und die Ziele der Deges sind klar abgesteckt.“ Bei dem Planungsprozess werde die Waldshuter Plattform, in der auch der eigene Verein vertreten sei, ein gewichtiges Wort mitzureden haben.

Akzeptiert wurde inzwischen die Forderung, alle Abschnitte parallel zu planen und nicht sukzessive von West nach Ost. Zurückgestuft wurde dagegen die Abfahrt Hauenstein, die keine Priorität mehr genießt, „denn das wäre einer Vorentscheidung für die Taltrasse gleichgekommen“, so Fritz Opel, „leider, denn anders rum wäre es uns lieber gewesen“. Aber es sei oberstes Ziel der Deges, eine Variantenuntersuchung mit offenem Ausgang vorzunehmen.

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Dazu gehöre auch die Prüfung, ob sich die B 34 zu einer autobahnähnlichen Schnellstraße ausbauen ließe, „denn ein vierspuriger Ausbau im Tal ist aus Platzgründen gar nicht überall möglich“. Wie das aussehen könnte, demonstrierte er an einer Planskizze zwischen Hauenstein und Albbruck, im Bereich des geplanten Kreisspitals. Aufgezeigt wurde dabei auch, wie eine kreuzungsfreie Anbindung des Krankenhauses aussehen könnte.

Vorbereitung auf Bürgerbeteiligung

Ziel des Vereins bleibe es, den Ausbau der B 34 in Verbindung mit einem Basistunnel im Bereich Waldshut umzusetzen. „Mit diesen Vorgaben gehen wir in die Verhandlungen.“ Nachfolger Jörg Roth befasste sich mit der Waldshuter Plattform, Partnerin bei den anstehenden Verhandlungen mit der Deges. Um optimal auf nächsten Termin am 26. November vorbereitet zu sein, teilte er einen Fragebogen raus, der von 32 Mitgliedern ausgefüllt wurde. Sein Ziel sei es gewesen, sich ein klares Meinungsbild zu verschaffen: „Was ist uns wichtig, was ist uns weniger wichtig?“

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