„Man muss klein anfangen, um etwas Größeres zu erreichen“, erklärte Eric Nestler vom VfB Waldshut, der die Integrationsgruppe des Familienzentrums Hochrhein „Faszination" auf den Fußballplatz in der Waldshuter Schmittenau geladen hat.“ Das Fußballtraining, vor allen Dingen das Spielen mit behinderten und nicht behinderten Kindern und Jugendlichen liegt mir sehr am Herzen. Ich sorge für das Fußballfeeling, das ist etwas ganz Besonderes“. Sein Ziel sei es Menschen mit Behinderung näher in den Fokus zu rücken. Dankbar sei er den Faz-Betreuern und den Eltern, die ihm ihr Vertrauen schenkten. „Das bestärkt mich weiter zu machen.“

Die 20 Kinder und neun Betreuer des Faz treffen sich jeden zweiten Samstag und in den Ferien und verbringen die Zeit mit Spaß und Spiel. Auf dem Fußballplatz in Waldshut sind sie heute das erste Mal. Den Kontakt zum VfB hat die Leiterin der Integrationsgruppe Christine Chrystof hergestellt. „Eric Nestler hat mir erzählt, was sie machen und ich fand es interessant“, so Chrystof. Geplant ist, dass die Gruppe in Zukunft regelmäßig auf dem Fußballplatz trainiert. Auch der elfjährige Umutcan Kara vom VfB ist heute dabei. „Es gefällt mir, dass ich den Kindern mit Behinderung etwas beibringen kann“, erklärt Umutcan. „Eigentlich sind sie wie wir auch“, ergänzt er dann nachdenklich. Maurizio Filia ist seit sechs Jahren in der Integrationsgruppe. „Da sind so tolle Mädels“, grinst er. Auch ihm gefällt es auf dem Fußballplatz und er will gerne wiederkommen. Der elfjährige Paul Flato ist erst seit kurzem hierher gezogen. Er sitzt im Rollstuhl und freut sich, dass auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen Fußball spielen können. „Mir gefällt es hier“, bestätigt er. Anja Schmidt, Erzieherin, Christoph Corell ebenfalls Erzieher und Alexandra Ritter, einige der ehrenamtlichen Betreuer des Faz sind „mit Herz und Verstand“ dabei, wie Leiterin Chrystof begeistert bestätigt.“Wir sind einfach ein super Team. Die Leute fragen oft, wer hier behindert ist und wer nicht, das ist einfach toll. „Es funktioniert“, so Chrystof stolz.