Zu einem Ehrungsbrunch hatte der Musikverein Gaiß-Waldkirch in die Schmitzinger Gerätehalle eingeladen. Der Vorsitzende Daniel Tröndle freute sich, neben den Musikern auch zahlreiche Angehörige mit ihren Kindern begrüßen zu können. Für einen musikalischen Rahmen sorgten die Musikkameraden unter der Leitung von Marina Reichmann, die den Verein seit zehn Jahren dirigiert.

Ganz oben auf dem „Treppchen“ stand Bernhard Basler, der seit 55 Jahren aktives Mitglied ist und 17 Jahre als Dirigent in der vordersten Reihe stand. „Da weiß ich eigentlich gar nicht, was ich dazu sagen soll“, so der Vorsitzende etwas ratlos. „Jedenfalls ist unser Bernhard auch heute noch ein Vollblutmusiker, der neben Tenorhorn und Euphonium auch das Alphorn spielt“.

Gabi Amann, seit 35 Jahren aktives Mitglied, spielt Trompete. Sie arbeitete im Vorstand mit und auch ihre beiden Töchter spielen im Verein mit. „Aufgrund ihrer Erfahrung ist sie für mich ein wichtiger Ansprechpartner“, so der Vorsitzende.

Johannes Lehmann und Holger Basler wurden für 25 Jahre geehrt und auch mit der Urkunde des Verbandes und der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Beide waren viele Jahre im Vorstand tätig, Johannes Lehmann amtierte sechs Jahre als Vorsitzender. Beide hätten viel für den Verein geleistet und sich durch vorbildliches Engagement ausgezeichnet, so Daniel Tröndle.

Auch Ralf Basler, der für 20 Jahre geehrt wurde, arbeitete als Beisitzer im Vorstand mit. Dann wurden auch die Frauen auf die Bühne gebeten, um sie mit einem Blumenstrauß für die Abende zu entschädigen, an denen ihre Männer in Sachen Musik unterwegs waren.

Für Heiterkeit sorgte anschließend Natalie Gertis. In einem Video zeigte sie, wie sie mit dem Mikrofon als „Reporterin“ unterwegs war, um mit den Vereinskameraden ein Interview zu führen und dabei die grundlegende Frage zu stellen: „Wie schaffst Du es eigentlich, Musik, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen?“ Bei der Obstbauerin Gabi Amannn lautete ihre Frage: „Wie kriegst du es hin, Obst und Musik miteinander in Einklang zu bringen?“ Das sei sicher nicht immer einfach, lautete bei den meisten die Antwort, aber auf die Musik und die Kameradschaft im Verein möchte ich auf gar keinen Fall verzichten. Diese Antworten hätten sicher auch dem Nikolaus gefallen, der kurz darauf eintraf, um den Musikern einen Besuch abzustatten.