Auf den Spuren Pater Jordans, dem in Gurtweil geborenen Gründer des Ordens der Salvatorianer, pilgerten 50 Gläubige der Pfarrei Gurtweil nach Tafers in der Schweiz. Ein Jahr nach den großen Jubiläumsfeierlichkeiten 2018 suchten die Pilger jetzt den Sterbeort von Pater Franziskus Jordan auf. Auf Einladung der beiden in Gurtweil beheimateten Salvatorianerpatres fuhren die Gurtweiler an den Sterbeort nach Tafers bei Fribourg in der Schweiz.

Etwa 50 Gläubige aus Gurtweil folgten am vergangenen Sonntag der Einladung der beiden Salvatorianerpatres P. Peter Daubner (Bildmitte hinter der Ordensschwester) und P. Bernhard Fuhrmann (ganz links), zu einer Pilgerfahrt nach Tafers in der Schweiz, dem Sterbeort von P. Franziskus Jordan.
Etwa 50 Gläubige aus Gurtweil folgten am vergangenen Sonntag der Einladung der beiden Salvatorianerpatres P. Peter Daubner (Bildmitte hinter der Ordensschwester) und P. Bernhard Fuhrmann (ganz links), zu einer Pilgerfahrt nach Tafers in der Schweiz, dem Sterbeort von P. Franziskus Jordan. | Bild: Alfred Scheuble

Gemeinsam feierten sie mit der dortigen Pfarrgemeinde St. Martin eine außergewöhnliche heilige Eucharistie, mitgestaltet vom Cäcilienchor Tafers. Die sechs Salvatorianerpatres P. Wieslaw Stempak, P. Karl Meier P. Peter van Meijl, P. Peter Daubner und P. Bernhard Fuhrmann und P. Michael Tesha konzelebrierten zusammen mit dem Franziskanerpater Franz Kaufmann den Gedenkgottesdienst.

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Der Präsident des Pfarreirates von Tafers, Guido Hagen, begrüßte die Gurtweiler Pilger und lud nach der Messe zu einem Apéro bei Sonnenschein auf dem Kirchplatz ein. Für viele überraschend hielt die Salvatorianerin Schwester Ulrike Musick die Predigt. Sie erinnerte unter anderem an die letzten Tage von Pater Jordan, der am 8. September 1918 „im Ruf der Heiligkeit in Tafers“, so das Zitat eines Geistlichen, starb.

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Wegen des Ersten Weltkrieges musste Pater Jordan mit dem Generalat der Salvatorianer aus Rom nach Fribourg übersiedeln, und er verbrachte dann im September 1918 seine letzten Tage im Armenhaus der benachbarten Gemeinde Tafers. Pater Jordan wurde zunächst im Mittelgang der Kirche in Tafers bestattet, aber 1956 erfolgte die Exhumierung und Überführung der sterblichen Überreste Jordans ins Mutterhaus der Salvatorianer in Rom.

Seligsprechung rückt in greifbare Nähe

Nach dem gemeinsamen Mittagessen hielten Pater Peter van Meijl und Schwester Ulrik Musick einen Vortrag über die letzten Tage Pater Jordans und P. Michael Tesha gab einen Einblick in seine Heimat Tansania in Afrika. Die letzte Etappe der Pilgerfahrt führte die Gläubigen am Nachmittag ins Salvatorhaus in Fribourg, wo Pater Jordan noch von 1915 bis zu seinem Tod als Generaloberer der Salvatorianer wirkte. Die Seligsprechung von Pater Jordan ist nach Aussagen von Ordensangehörigen in greifbare Nähe gerückt.

Die Salvatorianer

Die Salvatorianer (“Societatis Divini Salvatoris“, Abkürzug: SDS, auf deutsch „Gesellschaft des Göttlichen Heilandes“) sind eine internationale Ordensgemeinschaft von Patres, Brüdern, Schwestern und Laien in der Katholischen Kirche. Der Orden wurde am 8. Dezember 1881 von dem in Gurtweil geborenen Pater Franziskus Jordan in Rom gegründet. Heute sind die Mitglieder in 40 Ländern der Welt aktiv.