Das Schweizer Kernkraftwerk Leibstadt (KKL) gegenüber Waldshut muss dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) nachträglich Daten über radioaktive Abluft aus dem Kamin zwecks Veröffentlichung zur Verfügung stellen. Über diese Entscheidung des Schweizer Bundesgerichts, das damit ein vorinstanzliches Urteil des Bundesverwaltungsgerichts korrigierte, hat die Atomaufsichtsbehörde informiert. Andreas Schefer, Leiter des Direktionsstabs beim ENSI, über das jetzige Urteil: „Es bestätigt unsere Beurteilung aus dem Jahr 2015 und unsere transparente Informationspolitik.“ Die Umweltorganisation Greenpeace hatte unter Berufung auf das Schweizer Öffentlichkeitsgesetz Zugang zu den Abluftdaten am Kamin des KKL für die Zeit vom 1. Januar 2013 bis 1. November 2014 verlangt. Dagegen sperrte sich jedoch das KKL. Die Kaminemissionsdaten werden abgekürzt als EMI-Daten bezeichnet. Das ENSI: "Die radioaktiven Abgaben im Normalbetrieb sind so gering, dass sie sich unterhalb der Minimalanzeigen der EMI-Messgeräte bewegen."