Die Goethe-Gesellschaft Hochrhein beging am 28. August zum vierten Mal namengebend ihren „höchsten Feiertag“ – Goethes Geburtstag. Weltweit wird seiner an diesem Tag in allen Goethes Lebenswerk verehrenden Gruppen und Gesellschaften gedacht. Der Universalgelehrte, der am 28. August 1749 in Frankfurt am Main geboren ist, wirkt mit seinem geistigen Vermächtnis bis in unsere Zeit.

Dichter und Naturforscher

Johann Wolfgang von Goethe war einer der bedeutendsten Schöpfer deutschsprachiger Dichtungen sowie ein herausragender Naturforscher. „Faust. Eine Tragödie“, „Die Leiden des jungen Werther“, „Italienische Reise“, „Farbenlehre“ und zahlreiche dichterische Kunstwerke sind in der ganzen Welt bekannt und geschätzt. Die Goethe-Gesellschaft Hochrhein kann sich nach einer vorangegangenen, kurzzeitigen Existenznot sowie der glücklichen Wahl einer neuen Vorsitzenden, Barbara Falge, im Mai dieses Jahres freuen, den Geburtstag Goethes feierlich begehen zu dürfen. Entsprechend dem gewählten, zentralen Thema der Veranstaltung „Goethe und der Wein“ waren alle Gäste auf dem Weingut Engelhof in Hohentengen eingeladen.

Liebhaber guter Weine

Bekanntlich war Goethe nicht nur ein großer Verehrer schöner und kluger Frauen, sondern auch ein großer Liebhaber guter Weine, besonders der Fränkischen. Goethes Weinkeller soll eine Vielzahl der zur damaligen Zeit besten Weine umfasst haben (darunter der Würzburger Steinwein) und zu seinen Gesellschaften wurde mit einem Konsum von zwei Litern Wein pro Kopf gerechnet. Ganz so ausschweifend verlief die diesjährige Geburtstagsfeier des Goethe-Vereins nun doch nicht.

Abriss der Weinberggeschichte

Dennoch bot die Familie Netzhammer vom Weingut Engelhof ihren Gästen einen erlesenen Querschnitt ihrer Weine zur Verkostung an, gemäß dem Ausdruck der rheinischen Lebensfreude „Der fröhliche Weinberg“ (Theaterstück von Zuckmayer) – ganz im Sinne Goethes. Eröffnet wurde die Feier mit einem Seccoempfang sowie einem, vom Inhaber lehrreichen, geschichtlichen Abriss zur Weinberggeschichte, geführten Rundgang durch die Reben, wobei die letzte Gelegenheit vor der Ernte wahrgenommen werden konnte, die unterschiedlichsten Trauben-Sorten vom Weinstock ab zu probieren.

60 Gäste bei Gedenktag

Noch mitten im Weinberg überraschten Kerstin Simon und Daniel Leers die Gäste mit vorgetragenen Texten und Gedichten von sowie über Goethe und dezenter Musik (Daniel Jösch, Viola). Die Künstler entführten die Goethe-Freunde während des ganzen Abends, zur Weinverkostung mit Antipasta-Büfett, in die geistige sowie genussreiche Welt Goethes. Die circa 60 Gäste (Mitglieder als auch Freunde der Goethe-Gesellschaft) verlebten einen würdigen Gedenktag in entsprechend ehrbarem Ambiente.

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