Rund 200 Tiere leben im Waldshuter Wildgehege: Verschiedene Wildarten wie Rot-, Dam-, Stein- und Sikawild, Zwergziegen, Mufflons, Wildschweine und Vögel. Die Verantwortung für die Tiere und das Gehege insgesamt liegt seit November 2019 in neuen Händen: Andreas Armbruster (52) ist neuer hauptamtlicher Gehegewart und Betreuer des Waldshuter Wildgeheges. Er ist Nachfolger von Hubert Rossa (67), der in den Ruhestand gegangen ist, aber weiterhin im Rahmen eines 450-Euro-Jobs bestimmte Aufgaben im Wildgehege übernimmt.

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Andreas Armbruster wohnt in St. Blasien. Er hat die Arbeiten, die in einem Wildgehege anfallen, von der Pike auf gelernt. Sein Vater war Förster in St. Blasien und hat 44 Jahre hobbymäßig und ehrenamtlich das dortige Wildgehege betrieben. Sohn Andreas hat von Kind an mitgeholfen und im Laufe der Jahre immer mehr Verantwortung und Aufgaben übernommen, so dass die Leitung zuletzt maßgeblich in seinen Händen lag. Dies neben seinen beruflichen Tätigkeiten. Andreas Armbruster war eine zeitlang als Maurermeister bei einem Bauunternehmen tätig, er war viele Jahre Hausmeister der Fürstabt-Gerbert Schule und Mitarbeiter des städtischen Bauhofs St. Blasien.

Das Wildgehege Waldshut

Von der frei werdenden Stelle im Waldshuter Wildgehege erfuhr er von Hubert Rossa selbst, als dieser im Wildgehege St. Blasien war, um einen ausgebrochenen Damhirsch zu betäuben. Armbruster ergriff die Gelegenheit beim Schopf, um sein großes Hobby zum Beruf zu machen. Er bewarb sich erfolgreich beim Verein Wildgehege Waldshut, dem Träger der Einrichtung, um die Stelle.

Hubert Rossa (links, ehemaliger Leiter des Wildgeheges und jetziger Mitarbeiter) und Werner Jockers (Vorsitzender des Trägervereins Wildgehege Waldshut) im Eingangsbereich zum Wildgehege, das auch im Winter den Besuchern offensteht.
Hubert Rossa (links, ehemaliger Leiter des Wildgeheges und jetziger Mitarbeiter) und Werner Jockers (Vorsitzender des Trägervereins Wildgehege Waldshut) im Eingangsbereich zum Wildgehege, das auch im Winter den Besuchern offensteht. | Bild: Ursula Freudig

„Andreas Armbruster bringt alle fachlichen und persönlichen Voraussetzungen für diese Aufgabe mit“, so Vereinsvorsitzender Werner Jockers. Außerdem bestehen schon lange Kontakte zwischen den beiden Wildgehegen. Immer mal wieder werden Tiere ausgetauscht, damit frisches Blut in die Gehege kommt.

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Die Aufgaben von Andreas Armbruster und seines Vorgängers Hubert Rossa im Rahmen seine 450-Euro-Jobs sind klar geregelt. Armbruster ist für die gesamte Einrichtung verantwortlich und kümmert sich um das Wild. Der ausgebildete Falkner und Greifvogelspezialist Hubert Rossa ist für die Vögel, darunter auch Steinadler Artus, zuständig. Rossa ist froh, das ihn hierbei Beate Elzer, die schon viele Jahre für das Waldshuter Wildgehege tätig ist, ehrenamtlich unterstützt.

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