Vor 75 Jahren, am 27. Januar 1945, wurden die Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz befreit. Als die sowjetischen Truppen am 27. Januar 1945 zur Befreiung eintrafen, waren nur noch 7500 Menschen am Leben. Angesichts der erwartbaren Niederlage der vordringenden Russen wurden Zehntausende Gefangene von der SS zu „Todesmärschen“ in andere Konzentrationslager gezwungen, wie zum Beispiel nach Bergen-Belsen. Zuvor hatten die Nationalsozialisten über 1,1 Millionen Menschen in Auschwitz ermordet. 

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Zu diesem Gedenktag wurde weltweit der Opfer des Holocaust gedacht. Die Berliner Gedenk- und Bildungsstätte „Haus der Wannsee-Konferenz“ hatte zu einer Beleuchtungsaktion „Lichter gegen Dunkelheit“ aufgerufen. In ganz Deutschland wurden dazu viele Gedenkstätten und Mahnmale beleuchtet.

Rund 40 Bürger beteiligten sich an einer Mahnwache zum Gedenktag der Opfer des Holocaust auf dem Jüdischen Friedhof in Tiengen.
Rund 40 Bürger beteiligten sich an einer Mahnwache zum Gedenktag der Opfer des Holocaust auf dem Jüdischen Friedhof in Tiengen. | Bild: Melanie Mickley

Auch der Freundeskreis jüdisches Leben in Waldshut-Tiengen beteiligte sich an der Aktion und beleuchtete mit Beginn der Dämmerung das aus Grabsteinfragmenten erbaute Mahnmal auf dem Jüdischen Friedhof an der Feldbergstraße in Tiengen. Rund 40 Waldshut-Tiengener Bürger, darunter auch der Imam mit Mitgliedern der Ahmadiyya Muslim Jamaat-Gemeinde, fanden sich dort zur Mahnwache ein. Dazu wurden einige Lebensläufe von NS-Opfern aus Waldshut-Tiengen vorgelesen.

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„In Deutschland beobachten wir ein Aufkeimen des Antisemitismus. Daher ist die Auseinandersetzung mit den bedrückenden Wahrheiten unserer Geschichte wichtig. Wir wollen einen Beitrag leisten, dass so etwas nicht mehr passiert“, erklärt Gebhard Kaiser vom Freundeskreis Jüdisches Leben.

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