Die vierte Messe am Hochrhein ging am Sonntag zu Ende. "Die Resonanz war klasse, die Messe war ein tolles Schaufenster für die Vielfalt der Wirtschaftsregion Hochrhein", bilanzierte Oberbürgermeister Philipp Frank am letzten Messetag. "Wir fühlen uns in der Überzeugung bestätigt, dass die Region die Messe wünscht und sie annimmt: Fortsetzung folgt."

Auch für die kleinen Anbieter war die Messe eine willkommene Gelegenheit, ihre Prdukte zu präsentieren (von links): Vanessa und Elisabeth Thoma vom Hofladen Thoma, Birndorf. Bilder: Manfred Dinort
Auch für die kleinen Anbieter war die Messe eine willkommene Gelegenheit, ihre Prdukte zu präsentieren (von links): Vanessa und Elisabeth Thoma vom Hofladen Thoma, Birndorf. Bilder: Manfred Dinort

Zu den Höhepunkten zählte die tägliche Einlage "Auf ein Glas Rosé mit dem OB". Dabei trat der OB zusammen mit der Organisatorin Regina Rieger und mit ausgewählten Ausstellern vor das Publikum, um gemeinsam zu diskutieren und Fragen zu beantworten.

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Positiv äußerten sich auch die vielen Besucher. Erwin Granacher aus Oberalpfen, der mit seiner Frau einen Fahrradausflug zum Messegelände gemacht hatte, meinte: "Toll, was hier alles geboten wird." Rosmarie Scheuble aus Hohentengen erklärte: "Das ist eine super Veranstaltung. Es macht Spaß, sich in Ruhe zu informieren, auch wenn man keine konkreten Kaufabsichten hat." Ganz begeistert äußerte sich eine Ausstellerin aus Moers, Nordrhein-Westfalen: "Ich habe nur Komplimente für die Veranstaltung, das Essen ist gut, die Preise sind günstig, alles ist bestens organisiert. Die Besucher sind überaus freundlich und machen einen zufriedenen Eindruck." Sie selbst bot das "Rückenwunder Dr. Do it" an, eine elastische Rückenstütze für ergonomisch gesundes Sitzen.

Anbieter aus der Region und aus Deutschland

Auch viele Kleinbetriebe aus der näheren Umgebung nutzten die Möglichkeit, ihr Sortiment zu präsentieren und neue Kunden zu gewinnen, etwa der Hofladen Thoma aus Birndorf, die Edelbrennerei Marder aus Unteralpfen und das Bio-Weingut Gromann aus Erzingen. Viele Anbieter waren aber auch von weit her gekommen, von Ulm, Hamburg, Bremen, Düsseldorf, Stuttgart oder Nürnberg. Auch einige Behörden waren mit Info-Ständen vertreten. Das Kreisamt für Abfallwirtschaft stellte die neue Biotonne vor, die ab 2019 ausgeliefert wird.

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Am Stand der Stadtverwaltung erklärte Nicole Berger: "Uns geht es darum, einen Einblick in die vielseitigen Aufgabengebiete der Stadtverwaltung zu geben. Viele wissen gar nicht, dass wir etwa eine eigene Schreinerei haben, weil wir die Spielgeräte für unsere Spielplätze selber anfertigen." Und wer schließlich des vielen Laufens und Schauens müde war, fand überall ein Plätzchen, drinnen oder draußen, um sich zu stärken, sich mit Freunden zu unterhalten und den Betrieb aus der Distanz zu beobachten.

"40 000 Besucher auf der Messe"

Die Messe am Hochrhein fand vom 3. bis 7. Okrober zum vierten Mal statt. Organisatorin Regina Rieger aus Rastatt zieht im Interview zufrieden Bilanz.

Frau Rieger, wie lautet Ihre Bilanz?

Wir konnten erneut eine grandiose Messe realisieren. Schon am Eröffnungstag konnten wir einen enormen Besucheransturm verzeichnen. Bereits vor Messeöffnung bildeten sich an den Eingängen lange Besucherschlangen. Etwas geringer waren die Besucherzahlen am Donnerstag und Freitag. Der Messesamstag lief etwas zögerlich an, was sicher dem schönen Wetter und der Gartenarbeit zuhause geschuldet war. Als dann jedoch Volker Kugel, der Gartenexperte ans Mikro trat, war die Halle 8 gerammelt voll und die Besucher nutzten die Chance, beim Gartenexperten Tipps für die Herbstarbeiten im Garten, der Unkrautvernichtung und Düngemittel einzuholen. Auch am letzten Tag, herrschte nochmals Hochbetrieb. Unser Ziel, insgesamt wieder 40 000 Besucher auf der Messe begrüßen zu dürfen, haben wir erreicht.

Und die Aussteller?

Die Aussteller bestätigten in Serie sehr gute Kundenkontakte, hervorragende Umsätze und erhebliche Auftragsvolumina, die nun abgearbeitet werden müssen.

Verlief alles reibungslos?

Gott sei Dank verliefen alle Aufbau- und Messetage vollkommen reibungslos.

Gab es spezielle Höhepunkte?

Ja, dazu zählten wieder die stark besuchten Koch-Shows, die immer auf ein großes Interesse stießen. Dann der Aktionstag "Beruf & Karriere", mit dem wir in diesem Jahr in diesen neuen Ausstellungsbereich eingestiegen sind. Der Bedarf an ambitionierten Auszubildenden und das Interesse der Unternehmerschaft und der örtlichen Schulen an diesem Projekt ist enorm und für die nächste Messe sind bereits tiefergehende und zukunftsweisende Gespräche geplant.

Welche Rolle spielte das Wetter?

An dieser Schraube können wir alle nicht drehen, wenngleich das Wetter eine nicht unerhebliche Rolle in Bezug auf den Besucherzuspruch spielt. Am Messefreitag war es entschieden zu sonnig und warm und manch einer zieht es dann eher in den Garten oder ins Café, denn auf die Messe. Würde es regnen, wäre es auch nicht gut, dann verkriecht man sich auch gerne mal zuhause auf die Couch, aber so ist das eben.

Fragen: Manfred Dinort