Grafenhausen (keh) Abbund von Hand: Das ist das Erfolgsrezept, das dem Betrieb Kostenbader die Realisierung von Großbauprojekten und von kleinen Dacharbeiten ermöglicht.

Viele Betriebe arbeiten heute mit sogenannten Abbundanlagen, die komplett automatisiert sind. Für Axel Kostenbader jedoch nicht unbedingt ein Vorteil: „Da wir den Abbund von Hand machen, sind wir hinsichtlich der Projekte wesentlich flexibler“, erklärt der zweifache Meistertitelträger. „Außerdem lernen unsere Azubis das Handwerk noch richtig von der Pike an und sind dadurch wesentlich fitter und flexibler. Das ist ein klarer Vorteil.“ Vor allem in Sachen flexibler Altbausanierung haben die Zimmerer von Kostenbader damit die Nase vorn.

Bild 1: 20 Jahre Zimmerei Kostenbader in Grafenhausen: Handwerk mit Regionalität

Wie groß das Realisierungsspektrum des Betriebes ist, kann man aktuell gleich an zwei Baustellen in Grafenhausen sehen. Gerade konnte das Großprojekt eines Neubaus für den Brauereigasthof Rothaus zu Ende geführt werden, der 105 Kubikmeter Holz und 3400 Meter Abbundholz in sich vereint. Das Walmdach wurde passend zur Schwarzwaldthematik realisiert und passt mit seiner Massivoptik perfekt in die Region. Nah an der Heimat bleibt Kostenbader auch geografisch gesehen gern, denn seine Aufträge erhält er in den meisten Fällen innerhalb eines 20-Kilometer-Radius. Doch auch darüber hinaus ist er gefragt. So wurde von der Zimmerei und Dachdeckerei bereits 2016 die gemütlich-urige Zäpflehütte für das SC Freiburg Stadion gebaut und im Dezember 2020 fachgerecht am künftigen neuen Stadionplatz errichtet. Aktuell arbeitet der Betrieb unter anderem am Anbau der Schlüchtmühle Grafenhausen, der bald fertiggestellt werden soll.

Bild 2: 20 Jahre Zimmerei Kostenbader in Grafenhausen: Handwerk mit Regionalität

Bei all diesen Projekten steht die Freude an der Arbeit und das familiäre Feeling im Betrieb an erster Stelle. Die Zufriedenheit mit dem Arbeitsklima zeigt sich auch bei langjährigen Mitarbeitern. So sind die beiden Mitarbeiter Safet Ljaic und Christian Hilpert bereits seit 15 und zehn Jahren Teil des Teams. Für die beiden ist klar: „Die Jahre, die wir hier arbeiten, sprechen für sich.“

Bild 3: 20 Jahre Zimmerei Kostenbader in Grafenhausen: Handwerk mit Regionalität

Auch Simon Reichenbach, der 2020 seine Ausbildung sehr gut abgeschlossen hat, bleibt dem Betrieb erhalten. Das liegt unter anderem am Stellenwert, der die Arbeiter für Kostenbader haben. „Besonders die Ausbildung von Lehrlingen ist für mich eine Herzenssache“, gibt der Buggenrieder zu Protokoll.

Bild 4: 20 Jahre Zimmerei Kostenbader in Grafenhausen: Handwerk mit Regionalität

Ausbildung

Wer diese Freude am Job selbst erleben will, der kann sich ab August bei der Firma Kostenbader zum Zimmerer ausbilden lassen. Auch ausgebildete Zimmerer und Zimmerermeister werden aktuell gesucht.

Mehr zum Betrieb und den freien Stellen gibt es im Internet:
http://www.zimmerei-kostenbader.de

Von der Scheune in die moderne Fertigungshalle

Der Anbau der Schlüchtmühle bekommt aktuell ein neues Dach. Bilder: Zimmerei Kostenbader
Der Anbau der Schlüchtmühle bekommt aktuell ein neues Dach. Bilder: Zimmerei Kostenbader

Grafenhausen – Alles begann im Jahr 2000 in einer Scheune im Grafenhausener Ortsteil Buggenried. Dort baute sich Axel Kostenbader kurzerhand ein kleines Refugium in Form einer Werkstatt für seine eigene Zimmerei. Zuvor hatte der junge Mann, der eigentlich Fotograf werden wollte, seine Meistertitel als Zimmerer und Dachdecker in Rottweil und Konstanz erworben. Dass sein Werdegang auch ganz ohne Fotografie mehr als gelungen ist, das beweist das 20-jährige Bestehen, das er 2020 eigentlich feiern wollte. Corona machte ihm dann aber einen Strich durch die Rechnung. Dennoch freuen sich die sieben Angestellten mit ihrem Chef über den runden Geburtstag. Axel Kostenbader ist angesichts des Jubiläums vor allem mehr als dankbar für seine motivierte Handwerkertruppe: „Ich bin wahnsinnig stolz auf meine Mitarbeiter, wir haben einfach ein tolles Team beisammen, ohne das es uns gar nicht erst geben würde.“

Bild 6: 20 Jahre Zimmerei Kostenbader in Grafenhausen: Handwerk mit Regionalität

Ebenfalls froh ist er um seine Familie, auf die er sich immer verlassen konnte. Besonders seinen Nachwuchs hebt er hier als stets präsente helfende Hände hervor. „Gerade auf meine Kinder ist immer Verlass und wenn Not am Mann ist, sind sie immer da“, freut sich der Vater dreier Kinder. Sohn Lukas absolviert aktuell sein drittes Lehrjahr bei einem anderen Zimmereibetrieb und tritt damit in die Fußstapfen des Vaters, der hofft, ihn irgendwann in sein Team aufnehmen zu können.

Bild 7: 20 Jahre Zimmerei Kostenbader in Grafenhausen: Handwerk mit Regionalität

Meilensteine

Der kleine Betrieb in Buggenried nahm schnell Fahrt auf und so wurde bald vergrößert und neue Mitarbeiter fanden ihren Weg zu Kostenbader.

Im Jahr 2009 machte die Zimmerei und Dachdeckerei einen großen Schritt nach vorne, indem ein LKW-Kran angeschafft wurde, mit dem künftig größere Projekte problemlos gestemmt werden konnten. Kostenbader erinnert sich lachend: „Das war eine so große Summe, da wurde mir tatsächlich ein wenig Angst.“ Mit der Vergrößerung des Betriebes und neuen Vorhaben stand dann jedoch auch eine Entscheidung über den künftigen Standort an. So stand 2019 der nächste Meilenstein an, denn im Herbst fand der Spatenstich zur neuen Halle im Gewerbegebiet Grafenhausen statt. Ein Tag der offenen Tür, um sich die Halle genauer anzusehen, soll nachgeholt werden. Axel Kostenbader, der privat gerne Sport treibt und bereits drei Mal den Mudiatortitel mit nach Hause nahm, hatte mit seinen Investitionen stets Recht behalten und kann stolz auf seinen Betrieb blicken, der sicherlich noch weitere 20 Jahre Bestand haben wird.

Bild 8: 20 Jahre Zimmerei Kostenbader in Grafenhausen: Handwerk mit Regionalität
Bild 9: 20 Jahre Zimmerei Kostenbader in Grafenhausen: Handwerk mit Regionalität
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Bild 13: 20 Jahre Zimmerei Kostenbader in Grafenhausen: Handwerk mit Regionalität
Bild 14: 20 Jahre Zimmerei Kostenbader in Grafenhausen: Handwerk mit Regionalität
Bild 15: 20 Jahre Zimmerei Kostenbader in Grafenhausen: Handwerk mit Regionalität