Sechs Jahre haben sie in vier Klassen mit ihren Lehrern auf ihren großen Tag hingearbeitet: 101 junge Menschen verlassen jetzt mit dem Abschluss der Mittleren Reife die Realschule Tiengen. Corona geschuldet gab es für jeweils zwei Abschlussklassen eine eigene Feier in der Aula der Schule zur Übereichung der Abschlusszeugnisse.

Preis- und Lobträger der Realschule Tiengen aus den Klassen 10c und 10d.
Preis- und Lobträger der Realschule Tiengen aus den Klassen 10c und 10d. | Bild: Ursula Freudig

Schulleiter, Lehrer und Eltern feierten die Absolventen, die einen Gesamt-Notendurchschnitt von 2,4 haben. Bei 26 Absolventen steht eine eins vor dem Komma, Schulbeste ist Elisabeth Marx mit einem glatten „Einser-Abschluss“. Es ist dies der erste oder zumindest seit sehr langer Zeit, der erste 1,0-Schnitt an der Realschule Tiengen. Der Preis für vorbildliches soziales Engagement ging an Rafael Coelho.

Rektor würdigt „Mega-Leistung“

Der Notendurchschnitt liegt auf dem Level der vergangenen Jahre, ist aber nach Aussage von Rektor Hans-Martin Bratzel, höher einzuschätzen. „Wenn man die Voraussetzungen berücksichtigt, sind 26 Preisträger eine Mega-Leistung“, hob er hervor.

Preis- und Lobträger der Realschule Tiengen aus den Klassen 10a und 10b, vorne (Fünfte von rechts) die 1,0 – Absolventin Elisabeth Marx.
Preis- und Lobträger der Realschule Tiengen aus den Klassen 10a und 10b, vorne (Fünfte von rechts) die 1,0 – Absolventin Elisabeth Marx. | Bild: Ursula Freudig

Bratzel verwies in seiner Rede auf die Erschwernisse im Zuge von Corona, auf die sich die Schüler erfolgreich eingestellt hätten und dadurch auch neue Kompetenzen erworben hätten: „Nach allen bestandenen Herausforderungen seid ihr nun bestens auf die Zukunft vorbereitet wie ein Baum, der nach vielen Stürmen ganz tiefe Wurzeln hat.“ Der Rektor bescheinigte den Abgangsschülern das perfekte Rüstzeug, um auch zukünftig Krisen zu meistern.

Ebenfalls ans Mikrofon traten die Schulsprecher Ilaria Lovisi und Maximilian Häring. Sie blickten selbstbewusst auf die zurückliegenden gemeinsamen Jahre voller – wie sie sagten – schöner und weniger schöner Erfahrungen zurück. Wegen der Corona-Krise hätten die meisten Schüler härter als je gearbeitet, um sich auf die Prüfungen vorzubereiten.

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Sich selbst und ihren Mitschülern bescheinigten sei ein Mehr an Reife und Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Eine schöne Geste kam von der stellvertretenden Elternvertreterin Sandra Oberle: Nicht nur in Worten zog sie den Hut vor der Leistung der Absolventen, sondern auch in natura mit einem mitgebrachten Zylinder. Für einen Großteil der Absolventen geht die Schullaufbahn weiter Richtung Hochschulreife.