Der Gemeinderat hat für Grafenhausen Energieleitlinien beschlossen. Mit dem Beschluss wurde der sparsame Umgang mit Energie als grundsätzliche Handlungsanweisung für die Verwaltung festgeschrieben. Klimaschutz in der Kommune soll somit messbar werden.

Stromfresser ermitteln

Energieverbräuche werden im Regelfall von den zuständigen Hausmeistern an den Zählern zum Auswerten abgelesen. Kontrolliert wird die Erfassung von kommunalen Energiemanagern, die von der Gemeinde eingesetzt wurden. Wie Bürgermeister Christian Behringer in jüngster Ratssitzung informierte, sind dies in Grafenhausen Rechnungsamtsleiter Heiko Hilpert und Kassenverwalter Kevin Wölm.

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Mit dieser systematischen Erfassung der Verbräuche verfügen die Energiemanager, die übrigens die abgelesenen Zählerstände auch bewerten, über die Daten, um beispielsweise Stromfresser in den Gebäuden zu ermitteln.

So können unter anderem auch Leitungsdefekte im Bereich Wasser recht schnell erkannt werden. „Wenn nur einmal im Jahr abgelesen wird, dann können etliche Kubikmeter Trinkwasser im Erdreich oder gar im Gebäude versickern“, meinte Kevin Wölm. Als aktuelles Beispiel nannte Heiko Hilpert eine defekte Toilette in einem öffentlichen Gebäude, in der ein Jahr lang unbemerkt Wasser verschwendet wurde.

Einsparungen bis zu 15 Prozent

Mit der beschlossenen Energieleitlinie können auch Konflikte und Diskussionen beispielsweise über angemessene Temperaturen in der Schwarzwaldhalle vermieden werden. „Dem einen Verein ist es zu warm, dem anderen zu kalt“, meinte Hilpert.

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Mit dem künftigen zentralen Regelwerk haben Hausmeister und Energiemanager klare Anweisungen, die umgesetzt werden müssen. Bürgermeister Behringer ist sich sicher, dass so nicht nur Änderungen beim Nutzverhalten in öffentlichen Gebäuden, sondern auch Energieeinsparungen von bis zu 15 Prozent erreicht werden können.

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