Damit das Trinkwasser in Ühlingen-Birkendorf in 30 Jahren einen ebenso hohen Qualitätsstandart aufweisen wird wie heute, bedarf es großer finanzieller Aufwendungen in den kommenden Jahren. Die Maßnahmen, die die Wasserversorgung der Gemeinde zukunftsfähig machen, erfordern aber einen finanziellen Kraftakt. Dies ist das Resultat eines Strukturgutachtens der Wasserversorgung der Gemeinde. Das Strukturgutachten sieht im ersten Abschnitt einen Neubau der beiden Wasserhochbehälter in Berau vor, Meschwies und Wasserschloss.

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Hierzu stellte Günter Sutter vom Planungsbüro Fritz die Genehmigungsplanung in jüngster Gemeinderatssitzung vor. Dafür zeigte er die Pläne und Details der beiden Hochbehälter innen als auch außen. Die Analyse der vorhandenen Speicherkapazität hat gezeigt, dass die Gemeinde die Speicherkapazität für Berau und seinen Weilern erhöhen sollte. Es wurde ein Defizit für das Speichvolumen von rund 280 Kubikmetern ermittelt. Deshalb wird bei beiden Hochbehältern zunächst das Speichervolumen zu nennen sein, was der Versorgungssicherheit für Trink- und Löschwasser dient. Der Hochbehälter Meschwies wird ein Speichervolumen von zwei mal 50 Kubikmetern aufweisen, der Hochbehälter Wasserschloss von zwei mal 200 Kubikmetern. „Ein Nebeneffekt ist, dass wir die gesamte Leittechnik ohnehin hätten erneuern müssen, was nun natürlich in einem Zuge geht“, betonte Bürgermeister Tobias Gantert.

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Die Hochbehälter stehen jeweils in direkter Nachbarschaft zu den bestehenden Hochbehältern Meschwies und Wasserschloss. Im Oktober 2020 hatte der Gemeinderat den Grunderwerb für die Neubauten beschlossen. Hierfür konnte die Gemeinde jeweils Teile benachbarter Grundstücke erwerben. Dass dies reibungslos über die Bühne ging, darüber freute sich der Rathauschef: „Die Eigentümer waren hier sehr hilfsbereit, wofür wir natürlich sehr dankbar sind.“

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Die Planung ist soweit abgeschlossen. Die Bauanträge sind gestellt und in Bearbeitung. „Ich gehe davon aus, dass ein Baubeginn erst im kommenden Jahr erfolgen wird“, meinte Gantert. Die Gesamtkosten dieser Maßnahme belaufen sich laut einer Kostenschätzung auf 1,881 Millionen Euro. Es wurden Fördermittel in Höhe von 1,682 Millionen Euro beantragt. Dazu der Bürgermeister: „Wir warten aktuell noch auf die Bewilligung der Zuschussbescheide.“ Für 2021 sind im Haushalt 200.000 Euro und 2022 1,681 Millionen Euro veranschlagt. Der Hochbehälter Meschwies wird zurückgebaut werden. Der Hochbehälter Wasserschloss bleibt wahrscheinlich erhalten. Hier wird noch eine künftige Nutzbarkeit geprüft.