Chris Seifried

In welche Richtung sich die künftige Nutzung des katholischen Pfarrhauses Grafenhausen entwickelt, steht auch nach dem zweiten Workshop in den Sternen. In fünf Arbeitsgruppen sollen bis zum Frühjahr bisher eingegangene oder neue Ideen erfasst und bewertet werden.

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Als einem möglichen Kaufinteressenten wurde dem Verein „Freiheit und Selbstbestimmung“ ein Forum zur Vorstellung von Umnutzungsideen geboten. „Wir wollen über die Zukunft des Pfarrhauses mitbestimmen, die Bevölkerung soll mit eingebunden werden“, betonte Bernhard Gut vom Gebäudeausschuss. Wie bereits mehrfach berichtet, soll das katholische Pfarrhaus in Grafenhausen veräußert werden. Clemens Winterhalter, Pfarrgemeinderatsvorsitzender und stellvertretender Stiftungsratsvorsitzender, freute sich, dass mit rund 40 Teilnehmern viele Interessierte zum Workshop kamen, um sich aktiv an den Diskussionen zu beteiligen. Es sei nicht selbstverständlich, dass von den am ersten Workshop im Oktober rund 80 ausgeteilten Bewertungs- und Fragebögen 51 zurückgekommen und von Daniel Steiger vom Planungsbüro Sutter³ GmbH aus Kirchzarten ausgewertet worden seien. Er stellte die Ideenblöcke zur möglichen Nutzung vor.

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In der Diskussionsrunde zeigte sich, dass es für eine mögliche Nutzung als Tagespflege nicht nur zustimmende Wortbeiträge gab. Fraglich sei, ob in Grafenhausen bei bestehenden Einrichtungen in Häusern, Ühlingen und Bonndorf überhaupt ein Bedarf bestehe. Von der Größe des Gebäudes wären sowohl Tagespflege als auch Wohnraum kombinierbar, dann könnte der Pfarrkeller als öffentlicher Bereich bestehen bleiben. Auch die Einrichtung von Vereinsräumen wurde kritisch beleuchtet. Mit solchen sei Grafenhausen gut ausgestattet, selbst die öffentlichen Räumlichkeiten im Hagehus würden für kleinere Veranstaltungen nicht jede Woche genutzt.

Exklusive Hotelzimmer denkbar

Pfarrer Christoph Eichkorn, der im Pfarrhaus auf 100 Quadratmetern wohnt, könnte sich exklusive Hotelzimmer gut vorstellen. Der Verein für Freiheit und Selbstbestimmung könnte sich gemäß seiner eigenen Präsentation im Obergeschoss beispielsweise Yoga, Gymnastik, Kräuterkurse oder Schulungen zur Heilpraktikerausbildung vorstellen. Unten im Foyer seien Lesungen, literarischer Austausch oder ein offenes Café denkbar. Der Verein sei aber auf Eintrittsgelder oder Vermietungen angewiesen, um den Kauf finanzieren zu können.