Damit das Trinkwasser in Ühlingen-Birkendorf in 30 Jahren ebenso einen hohen Qualitätsstandard aufweisen wird wie heute, bedarf es eines finanziellen Kraftakts: Rund 5,8 Millionen Euro müssen in den nächsten 15 bis 20 Jahren investiert werden. Dies ist das Resultat eines Struktur-Gutachtens. Im Haushalt 2020 sind 200.000 Euro eingeplant.

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In zwei Hochbehältern und drei Pumpwerken müssen die Wasseraufbereitungs-Anlagen erneuert werden. Es handelt sich um so genannte UV-Anlagen, die zur Desinfektion des Wassers eingesetzt werden. Die Gemeinde hat in Absprache mit dem für das Gutachten zuständige Büro Fritz Planung und den Stadtwerken Waldshut-Tiengen, die neuerdings die Wassersparte der Gemeinde betreuen (wir berichteten) Preise bei drei Herstellern angefragt. Die Demontage der alten und der Einbau der neuen Anlagen werden gesondert vergeben. Laut Beschluss des Gemeinderats liefert die Firma ProMinent die UV-Anlagen für 49.575 Euro. Die Kosten für Montage und Demontage kommen noch hinzu, hierzu soll zeitnah die Ausschreibung erfolgen. „Wir gehen von einem Einbau noch in diesem Jahr aus“, so Bürgermeister Tobias Gantert.

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Die Leit- und Fernwirktechnik der Wasserversorgung ist bereits seit vielen Jahren außer Betrieb. Laut Gutachten sind für die Erneuerung rund 1,5 Millionen Euro nötig. „Wir müssen davon ausgehen, dass diese Maßnahme nicht förderfähig ist“, informierte Tobias Gantert die Gemeinderäte. Zunächst soll eine abgespeckte Teillösung mit der Konzentration auf das Notwendigste ins Auge gefasst werden.

Konzept für Sanierung

Zwischenzeitlich liegt eine vertiefte Untersuchung der Anlagen vor, so dass nun ein erstes Konzept für die Sanierung vorliegt. Es soll in Etappen umgesetzt werden. Der Gemeinderat hat jetzt die Ausschreibung der 1. Ausbaustufe mit zwei Hochbehältern (Bühl/Ühlingen und Weierholz/Hürrlingen) sowie der Zentrale beschlossen.

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Dazu kommen dann noch der Neubau der Hochbehälter Meschwies und Wasserschloss in Berau, so dass zeitnah vier Hochbehälter ertüchtigt werden. Insgesamt sind drei Stufen geplant. Bürgermeister Gantert geht davon aus, dass in jedem Jahr ein Teil der Anlagen ertüchtigt werden wird. Wie es weitergeht wird, bei den Haushalts-Beratungen geklärt.