Wasser ist ein wertvolles Gut. Um dem Verbraucher jederzeit die nötige Wassermenge und vor allem die erforderliche Qualität zu gewährleisten, sind die Kommunen stets gefordert und auch darum bemüht, diese Leistung zu erbringen. Die Gemeinde Ühlingen-Birkendorf, die bei der Wasserversorgung ein großes Netz zu betreuen hat, ist neue Wege gegangen. Seit 1. Januar ist die Gemeinde Ühlingen-Birkendorf Partner der Stadtwerke Waldshut-Tiengen. „Es war ein fliegender Start“, erklärte Bürgermeister Tobias Gantert. Die Gemeinde und die Stadtwerke haben zuvor schon über einen längeren Zeitraum gemeinsam darauf hin geplant und gearbeitet.

In den Hochbehältern Weiherholz in Hürrlingen und Bühl in Ühlingen wurde im ersten Schritt eine neue Leittechnik eingebaut. Diese Technik ermögliche die Pumpenschaltung und Fernwartung von einem zentralen Rechner aus, der sich in Ühlingen und bei den Stadtwerken Waldshut-Tiengen befinde. Der Zulauf, die Entnahme, die Filterspülung und die Durchflusswerte, die eingehalten werden müssen, würden ständig kontrolliert. Auf jede Änderung könne mit der Technik am Rechner reagiert werden. Die umwerfende Leittechnik verringere den Aufwand deutlich. Die Qualitätsvorgaben für das Trinkwasser würden immer umfangreicher und die Kontrollen seien mit einem Wassermeister für die Gemeinde mit acht Ortsteilen nicht zu schaffen.

Die Vorteile

Durch die Leittechnik entfielen die häufigen langen Wege für den Wassermeister zur Überwachung in den Hochbehältern zu einem großen Teil und die Bereitschaft rund um die Uhr könne gewährleistet werden. Die Verträge mit der Wasserversorgung Höchenschwander Berg und Hochschwarzwald sichern der Gemeinde auch in Notfällen die Wasserversorgung. „Der Fernleitungsverbund ist sehr gut“, sagte Andreas Schillinger, Abteilungsleiter Wasserversorgung der Stadtwerke Waldshut-Tiengen. Die Gemeinde Ühlingen-Birkendorf arbeitet auch dran, die eigenen Quellen besser zu nutzen. Zwischen Hürrlingen und Berau besteht noch ein Lückenschluss.

Die Wasseraufbereitung

In beiden Hochbehältern seien gleichzeitig neue Wege in der Aufbereitung des Wasser beschritten worden. Weg vom Chlor, hin zu UV-Bestrahlung sei man gegangen, um das Trinkwasser keimfrei zu machen. Dies Hochbehälter wurden demnach zur Aufbereitung des Quellwassers mit einer neuen UV-Anlage ausgerüstet. „UV war ein wichtiger Schritt“, erklärte Schillinger. Das Quellwasser werde vom Rohwasser über die UV-Anlage in Reinwasser aufgehärtet. Es werde beste Wasserqualität erreicht. Die Aufbereitung mit UV-Strahlen stehe im Detail für Sicherheit und bringe einen großen Qualitätsunterschied zu gechlortem Wasser. Starkregen und Hitze hätten beispielsweise eine Erhöhung der Chlorzugabe erfordert, was bei der Wasserentnahme dann wahrnehmbar gewesen sei.

Fazit

„Die Wasserversorgung wird im Budget stets eingeplant und die erforderlichen Maßnahmen werden, so wie es geht, vorzu umgesetzt“, versicherte Bürgermeister Tobias Gantert. Die Substanz der Hochbehälter sei größtenteils gut. Baulich müssten zwei noch weitere Hochbehälter nachgebessert werden.