Werner Steinhart

Der Gemeinderat hat dem Bewirtschaftungsplan für den Forstbetrieb 2023 zugestimmt. Tom Drabinski vom Kreisforstamt erläuterte dem Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Bewirtschaftungsplan. Er weist Einnahmen in Höhe von 632.140 Euro und Ausgaben in Höhe von 540.750 Euro aus. Dies ergibt im Ergebnis einen Überschuss von 91.390 Euro. Allerdings dürften auch 2023 weiterhin Unsicherheitsfaktoren bei Preisentwicklung und Käferbefall bestehen.

Der Holzeinschlag im Regelhiebsatz beträgt 9500 Festmeter (2022:
15.220 Festmeter), es wird mit einem Durchschnittserlös von 60 Euro pro Festmeter kalkuliert. Für Kulturanbau sind fünf Hektar vorgesehen, kalkuliert wird hier mit 28.700 Euro, abzüglich Fördermitteln. Für den Waldschutz werden an Lohn- und Materialkosten 26.500 Euro eingestellt, davon 2500 Euro zur Bekämpfung des Borkenkäfers. An Bestandspflege sollen 25,5 Hektar vorgesehen werden.

Wege müssen unterhalten werden

Eine Feldwegerschließung beziehungsweise Wegeunterhaltung ist auf den Gemarkungen Berau, Birkendorf, Obermettingen und Ühlingen eingeplant. Weiter wurde die für das Jahr 2023 anstehende Planung zur Forsteinrichtungserneuerung vorgestellt. Die Waldinventur stehe vor dem Abschluss, so Tom Drabinski. Im Frühjahr 2023 erfolgt die Formulierung der Waldbesitzerziele, im Sommer dann Waldbegehungen und Planung, Sachstandsbericht und Zehnjahresplan. Abschließend teilte Tom Drabinski erste Eckpunkte über das neue Bundesförderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement“ mit.

Ühlingen-Birkendorf hat eine Fläche von 7706 Hektar, davon 3471 Hektar Wald. Davon wiederum 1054 Hektar Kommunal- und Kirchenwald, 1120 Hektar Privatwald und 1338 Hektar Staatswald. Die Einteilung der Forstreviere sieht für Ühlingen-Birkendorf für Kommunal- und Privatwald zwei Reviere vor: Revier 1 mit Revierleiter Joachim Mayer und Revier 2 mit Revierleiter Frieder Wielandt.