Am 11. April nahm eine große Trauergemeinde Abschied vom beliebten Mitbürger Hans Schwarz. Er verstarb im Alter von 92 Jahren. Mehr als neun Jahrzehnte hatte er in Birkendorf gelebt und gewirkt.

Kindheit und Jugend

Hans Schwarz wurde 18. November 1929 in Birkendorf geboren und wuchs mit zwei Schwestern auf. 15-jährig wurde er in den letzten Kriegstagen als Soldat auf die Küssaburg zur Bewachung der Grenze zur Schweiz befohlen. Weil die Buben nicht wussten, dass der Krieg zu Ende war, musste der Vater zu Fuß zur Küssaburg, um ihn zu holen.

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Dies gehörte zu den Erinnerungen des Verstorbenen an den Zweiten Weltkrieg, die er oft erzählte. Hans Schwarz wurde Maurer und übernahm nach der Meisterprüfung 1957 das Baugeschäft des Vaters. Erfolgreich führte er den Betrieb mit bis zu 16 Mitarbeitern. Viele Bauten in Birkendorf und Region wurden von seiner Firma ausgeführt. Sohn Gerhard übernahm den Betrieb 1993.

Familie

1959 heiratete Hans Schwarz Hannelore Weigel aus Witzhalden. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor. Es gab stets viel Umtrieb im Haus in der Dorfmitte mit Kindern und Baugeschäft. Schicksalsschläge blieben dem Ehepaar nicht erspart.

Ein Sohn verstarb im Kleinkindalter. Der Unfall seines Jüngsten, Stefan, und später der Motorradunfall des ältesten Sohns Gerhard bedeuteten für die Familie sorgenvolle Zeiten. Hans selbst verlor bei einem Arbeitsunfall fast ein Auge.

1994 verstarb seine Frau Hannelore 53- und 2010 Tochter Christa 50-jährig nach schweren Krankheiten. Trotz dieser Schicksalsschläge ließ sich Hans den Lebensmut nicht nehmen. Nach dem Tod der Ehefrau war Maria Müller aus Ühlingen die Frau an seiner Seite, bis er 2021 ins Pflegeheim Bonndorf kam.

Ehrenamtlich engagiert

Solange es seine Kraft zuließ, war der Verstorbene kommunalpolitisch, in Vereinen, Kirchen-Bauförderverein und gesellschaftlich (Skat-, Kegelfreunde u.a.) aktiv. Er gehörte ab 1975 bis 1989 Gemeinderat und dem Ortschaftsrat an. Sechs Jahre wirkte er im Gutachterausschuss mit.

Hans Schwarz kannte man als Frohnatur und leidenschaftlichen Musiker. In der Trachtenkapelle spielte er die Posaune. Gerne unterhielt er mit dem Akkordeon die Mitglieder des Seniorenclubs, den er mitbegründete und leitete. Den Fußballclub unterstützte er tatkräftig beim Sportheimbau.

Nach seiner Fußballerzeit verpasste er als Zuschauer kaum ein Spiel der Birkendorfer. 1995 wurde ihm für seine Großzügigkeit und Treue mit der Ehrenmitgliedschaft gedankt. Auch in der Trachtenkapelle würdigte man ihn als Ehrenmitglied. Jugendarbeit in Vereinen und des Kolpings Birkendorf lagen ihm besonders am Herzen. Sein Lebenskreis hat sich am 28. März geschlossen.

Mit Familie, neun Enkeln und sechs Urenkeln trauert Birkendorf um einen geschätzten Mitbürger und Freund.

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