Werner Steinhart

Nun, nach der Freilichtsaison, können die Schauspieler vom Theaterverein Zeitschleuse sich erneut dem Bühnenstück und Musiktheater „Der Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann widmen. Die eigentlich für Anfang 2022 geplanten und wegen Corona ausgefallenen Aufführungen können nun nachgeholt werden. Die Schauspieler freuen sich schon auf ihren Auftritt. Die Aufführungen finden am 4. und 5. Januar in der Falkensteinhalle in Berau statt.

„‘Der Sandmann‘ von E.T.A. Hoffmann, ein alter Klassiker, den wahrscheinlich viele aus ihrer Schulzeit kennen, war eine ganz besondere Herausforderung für uns“, sagt Corinna Vogt, die Regie führt. Mit vielen unterschiedlichen Inszenierungselementen möchten die Schauspieler die Gäste mitnehmen in die Traumwelt von Nathanael und die Wirklichkeit von Clara. Was Traum und was Wirklichkeit ist, dürfen die Zuschauer dabei selbst entscheiden. „Wie so oft ist die Linie dazwischen auch in unserem Leben fließend“, erklärt Regisseurin Corinna Vogt weiter.

Besonderheiten bei der Inszenierung sind zum einen die Klaviermusik, die das ganze Stück begleitet und der viele Gesang, zum anderen aber auch, wie Olimpia, die Frau im Traum von Nathanael, wie eine Puppe agiert, die Schatten- und Lichtspiele und selbstverständlich die besonderen und intensiven Emotionen. Die fünf Darsteller und Pierre Vogt aus Tiengen am Piano sind sehr gefordert, weil sie fast ununterbrochen auf der Bühne sind und abliefern müssen. Corinna Vogt und die Schauspieler freuen sich auf einen gemeinsamen Theaterabend.

Die Handlung

Als Nathanael ein kleiner Junge war (Jonathan Ziller aus Birkendorf) wurde ihm vom grausamen Sandmann (Sebastian Ziller aus Birkendorf) erzählt, der den Menschen die Augen herausreiße. Das verstörte Kind hält einen geheimnisvollen Gast seines Vaters für eben diesen „Sandmann“ und macht ihn für den plötzlichen Tod des Vaters verantwortlich.

Auch als erwachsener Mann wird Nathanael (Lukas Böhler aus Berau) von dieser Obsession verfolgt, an der seine Liebe zu Clara (Alina Isele aus Ühlingen), die keine Möglichkeit findet, in Nathanaels innere Welt vorzudringen, zerbricht. Nathanael flüchtet sich in die Fantasie zur leblosen „Olimpia“ (Marielle Vogt aus Ühlingen) und wird schließlich völlig zum Opfer des ständig wiederkehrenden „Sandmanns“.

Die Mitwirkenden: Text Tobias Wolfgang, Musik Bijan Azadian, Regie Corinna Vogt, Musikalische Unterstützung Lukas Böhler, Josef Kraft, Maske Gudrun Wasmer, Bühnenbild und Requisiten Anke Huber, Tanja Maier, Ton und Licht Lukas Böhler, Katja Frommherz und Friedrich Werner.