Der Gemeinderat Grafenhausen hat reagiert und 25.000 Euro für die Beschaffung eines Notstromaggregats eingestellt. Das leistungsstarke Gerät wurde vor einigen Tagen geliefert und kann im Notfall das Schwarzwaldhaus der Sinne sowie die Schwarzwaldhalle mit Strom versorgen.

Notunterkunft für Bevölkerung

Die Gemeinde Grafenhausen hat den ersten Schritt in Richtung Sicherheit bei längeren Stromausfällen vollzogen. Bereits im Haushaltsplan 2019 wurden zur Beschaffung eines Notstromaggregats 25.000 Euro eingestellt. Wie Bürgermeister Christian Behringer in Erinnerung rief, würde die Schwarzwaldhalle im Falle eines längeren Stromausfalls als Notunterkunft für die Bevölkerung dienen. Gemäß den Berechnungen der Experten könnten hier bis zu 120 Personen untergebracht werden.

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Um dieses Notquartier aber handlungsfähig zu halten, müsse eine Stromversorgung durch ein mobiles Notstromaggregat sichergestellt werden. Das nun vom Elektrobetrieb Rüde gelieferte Notstromaggregat der Firma Geko wird mit einem wassergekühlten Dieselmotor betrieben und hat eine Stromleistung von 63 Kilovoltampere (kva). Es handelt sich um ein 2,26 Meter langes mobiles Gerät, das 1,04 Meter breit und 1,79 Meter hoch ist. Unter Volllast benötigt der Iveco Motor mit 4500 Kubikzentimetern Hubraum 13,7 Liter Diesel pro Stunde. Bei einer Auslastung von 75 Prozent sinkt der Verbrauch auf 9,7 Liter, und bei 50 Prozent Auslastung werden nur noch sieben Liter pro Stunde benötigt.

Muster-Notfallplanung

Nachdem die Thematik längerer Stromausfall sehr komplex und umfangreich ist, wurde unter der Federführung des Regierungspräsidiums Karlsruhe ein landesweiter Arbeitskreis gebildet mit dem Ziel, eine Muster-Notfallplanung als Hilfsmittel für alle von den Planungen betroffenen Stellen zu erarbeiten.

Der Gemeinderat hat über dieses Grundlagenpapier intensiv beraten. Klar wurde den Volksvertretern, dass es sich bei dieser Anschaffung nur um einen ersten Schritt handeln könne, da bei einem Stromausfall auch die Funktionsfähigkeit der Verwaltung massiv beeinträchtigt wäre.

Wie bleibt das Rathaus funktionsfähig?

Nicht nur elektrische Verbraucher wie Heizung und Licht, auch die Computer könnten dann nicht funktionieren. Des Weiteren wären Kommunikationsmöglichkeiten nur noch begrenzte Zeit sichergestellt, so dass ein Arbeiten nicht mehr oder nur noch unter erschwerten Bedingungen möglich wäre. In weiteren Schritten müsste somit geprüft werden, wie das Rathaus in Grafenhausen funktionsfähig zu halten wäre. Dies gelte auch für weitere kommunale Einrichtungen wie Nahwärme oder Feuerwehr.

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