Auf den Dachflächen der Kläranlage Grafenhausen wird eine zweite Photovoltaik-Anlage installiert. Der Gemeinderat hat den Auftrag an den örtlichen Elektrobetrieb Friedhelm Isele für 17.940 Euro als günstigsten Bieter vergeben. Weil erzeugter Strom direkt verbraucht wird, kann die Anlage nicht auf dem Dach des Bauhofs errichtet werden, obwohl dort mit einem größeren Ertrag zu rechnen wäre.

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In Sachen Energieeinsparung ist Grafenhausen damit einen kleinen Schritt weiter. Der Gemeinderat hatte 2020 einstimmig die „Energieleitlinie der Gemeinde Grafenhausen“ beschlossen. Ziel ist der sparsame Umgang mit Strom und Wasser. Das Gremium ist sich sicher, nach einer gewissen Übergangszeit in Zusammenspiel mit dem kommunalen Energiemanagement eine Verbrauchs- und Kostenreduktion von bis zu 30 Prozent erreichen zu können. Mit dem Beschluss wurde der sparsame Umgang mit Energie als Handlungsanweisung für die Verwaltung festgeschrieben. Klimaschutz soll messbar werden. Kontrolliert werden die Erfassungen der Verbrauchsstellen durch kommunale Energiemanager, die von der Gemeinde eingesetzt wurden.

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Wie Bürgermeister Christian Behringer in jüngster Sitzung informierte, sind dies Rechnungsamtsleiter Heiko Hilpert und Kassenverwalter Kevin Wölm. Mit dieser systematischen Erfassung der Verbräuche verfügen die Energiemanager, die die abgelesenen Zählerstände auch bewerten, über die Daten, um Stromfresser in den Gebäuden zu ermitteln. So können unter anderem Leitungsdefekte im Bereich Wasser recht schnell erkannt werden.

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Seit drei Jahren arbeitet die Kommune mit der kreisübergreifenden Energieagentur Südwest zusammen. Es hat Schulungen in Sachen Energie und Einsparungen wie in den Bereichen Kläranlage oder Nahwärme gegeben. Es wurden auch mit einer neuen Software die Energieverbräuche der kommunalen Einrichtungen sowie Gebäude erfasst und in Energieberichte zusammengetragen. Vor einem Jahr wurde auf dem Dach der Kläranlage eine erste PV-Anlage mit der Leistung 15,1 kW-Peak installiert, die von September bis Dezember 2020 mehr als 2300 Kilowattstunden Strom produzierte.

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In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde eine weitere PV-Anlage auf dem Dach der Kläranlage beschlossen. Der Auftrag für die Installation der 13,6 kW-Peak-Anlage wurde an den örtlichen Elektrobetrieb Friedhelm Isele für 17.940 Euro brutto als günstigsten Bieter vergeben. Insgesamt waren fünf Firmen angeschrieben worden, von denen sich schließlich drei Betriebe an der Ausschreibung beteiligten.

Die Schwierigkeit

Gemeinderat Clemens Rosa (CDU) fragte nach, ob die Anlage aufgrund der besseren Ertragslage auf dem Dach des Bauhofs installiert werden könnte. Wie Christian Behringer erläuterte, sei dies nicht möglich, weil der Strom unmittelbar in der Kläranlage eingespeist und verbraucht werde. Laut Energiedienst könne der Strom, der unmittelbar in der Kläranlage verbraucht werden soll, nicht an anderer Stelle ins Netz eingespeist werden.