Im Rahmen der Aktion „Dorf der 1000 Sterne“ sollte die winterliche Spendenaktion zugunsten der DRK-Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Bad Neuenahr von zahlreichen Veranstaltungen umrahmt werden. Den rasant steigenden Corona-Infektionszahlen geschuldet, wurde die Kulinarikaktion abgesagt, der Mühlen-Advent fand unter strengen Regeln statt.

Omikron könnte nach Ansicht von Virologen noch ansteckender sein als die derzeit vorherrschende Delta-Variante des Coronavirus. Unter 2Gplus-Bedingungen wurde deshalb der sogenannte Mühlen-Advent rund um die Museumsmühle mit Dekorationen, kleinen Leckereien und hausgemachter Feuerzangenbowle sowie allerlei „Hausgemachtem“ eröffnet. Angesichts der pünktlich einsetzenden Schneefälle wurden die kleinen Hütten vor der historischen Mühle in eine Wintermärchen-Kulisse verwandelt. Fünf Blasmusiker der Familie Seidler sorgten vom Balkon der Museumsmühle aus für weihnachtliche Stimmung.

An dem adventlichen Spektakel im frostigen Freien durften nur geimpfte und genesene Personen mit zusätzlichem Negativtest teilnehmen. Eine gesetzliche Vorgabe, die nicht nur viele Besucher abschreckte, sondern auch für reichlich Unmut sorgte. „Es kann doch nicht sein, dass ich einen Glühwein im Restaurant der Tannenmühle nur mit 2G-Nachweis trinken kann und an der frischen Luft mit genügend Abstand nicht“, meinte ein Gast verärgert. Eine kleine Gruppe, die im Restaurant gemeinsam gegessen hatte, zeigte ebenfalls kein Verständnis für die Vorgabe eines zusätzlichen Tests vor der Mühle im Freien.

„Wir haben das Aktionsgelände abgesperrt und konsequent für die Umsetzung der Verordnung gesorgt. Mit einem speziellen 3-Tannenmühlen-G (Glühwein, Gulaschsuppe und getestet) zum Festpreis konnten wir für ein wenig Entspannung sorgen“, sagte Juniorchef Lorenz Baschnagel. Die Aktion ist an allen Adventswochenenden (freitags bis sonntags) jeweils von 12 bis 21 Uhr geplant. Ob dieses Vorhaben allerdings Bestand haben wird, konnte Lorenz Baschnagel angesichts der unsicheren Pandemieentwicklung nicht sagen.

Stattfinden konnte auch die Veranstaltung „Feines aus dem Smoker“ rund um die Gupfenhütte an der Brandhalde. „Auch hier musste die 2Gplus-Regelung eingehalten werden“, erklärte Grafenhausens Bürgermeister Christian Behringer, der sich selbst von der Umsetzung vor Ort ein Bild machte.

Die Jugendlichen freuten sich gemeinsam über den Erfolg der Smoker-Aktion an der Gupfenhütte.
Die Jugendlichen freuten sich gemeinsam über den Erfolg der Smoker-Aktion an der Gupfenhütte. | Bild: Wilfried Dieckmann

Organisiert worden war die Aktion von den elf Mitgliedern des Jugendtreffs. „Nicht nur die Einhaltung der Regeln war vorbildlich, auch der Braten aus dem Smoker war kulinarisch gesehen gelungen“, stellte Christian Behringer letztlich fest.

Zum Zustandekommen der Adventsaktionen am Samstag habe nach Aussage des Bürgermeisters der DRK-Ortsverein Grafenhausen maßgeblich beigetragen. Die Mitglieder des Ortsvereins waren im kommunalen Testzentrum Hagehus von 10 bis 12 Uhr im Einsatz und testeten 69 Personen.