In seiner kurzen Ansprache bezeichnete Bürgermeister Christian Behringer den symbolischen Spatenstich als einen „tollen Termin“, der deutlich zeige, dass sich das „Hauptstandbein der Gemeinde beim Gewerbe befindet“. Auch wenn es nicht ganz einfach gewesen sei, die Erweiterungsfläche für das Gewerbegebiet mit allen Beteiligten zu realisieren, so hätten schlussendlich die verschiedenen Interessen im Bebauungsplan eingearbeitet werden können.

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„Ohne Moos nichts los“, ergänzte Theo Binninger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bonndorf – Stühlingen, und bezeichnete es als kluge Entscheidung, das Projekt mit der Badenova und in Zusammenarbeit mit heimischen Handwerkern zu realisieren. Rund 4,6 Hektar Bruttobaulandfläche umfasst die neue Fläche zur Erweiterung des Gewerbegebiets Grafenhausen, das durch den Glasfaserausbau auch an das schnelle Internet sowie an das bestehende Fernwärmenetz angeschlossen wird.

Die Gesamtkosten der Erschließungsmaßnahme belaufen sich auf rund 2,1 Millionen Euro. Die Vermarktung der Gewerbeflächen erfolgt durch die Gemeindeverwaltung Grafenhausen. Der Verkaufspreis wurde vom Gemeinderat auf 52 Euro je Quadratmeter festgelegt. Der Zeitplan sieht vor, dass die Arbeiten bis voraussichtlich Ende September 2021 abgeschlossen sein werden. Bauleiter Martin Halcin geht davon aus, dass damit in zwei bis drei Wochen begonnen werden kann.

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Wie Stefan Läufer von der fsp.stadtplanung aus Freiburg beim Spatenstich betonte, wurde der Artenschutz im Planungsverfahren umfangreich geprüft. Um die Flächenversiegelung ökologisch auszugleichen, werden Ackerflächen in Magerwiesen umgewandelt und geschützte Waldrefugien ausgewiesen, die der konventionellen Holzwirtschaft entzogen werden. Um während der Bauzeit ein Einwandern von Tieren in den Gefahrenbereich zu vermeiden, werden entlang der westlichen und südlichen Gebietsgrenze Amphibienschutzzäune errichtet.

Am 9. April soll mit der Aufstellung begonnen werden. Stefan Läufer bezeichnete es auch als eine weitsichtige Entscheidung des Gemeinderates, den Eingriff in den Naturhaushalt durch eine festgelegte Dachbegrünung zu minimieren.

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Grafenhausen und der regionale Erschließungsträger „Badenova-Konzept“ haben sich zu einer Partnerschaft zusammengeschlossen. Bei dem Finanzierungspartner handelt es sich um ein Tochterunternehmen von sieben regionalen Sparkassen und der Badenova Netze GmbH, die sich seit 2008 darauf spezialisiert haben, Bau-, Gewerbe- und Industriegebiete im Auftrag von Kommunen planerisch, technisch und kaufmännisch zu erschließen. Nach den Worten von Stefan Rheiner, Prokurist und technischer Projektleiter, sieht sich die Gesellschaft der Badenova als Partner der Kommune und stellt hierfür ein individuell anpassbares Dienstleistungsportfolio zur Verfügung, um eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung sicherzustellen.