Klaus-Dieter Müller und Thomas Gamper, Geschäftsführer des Planungsbüros Zelsius aus Donaueschingen, haben dem Gemeinderat Grafenhausen in der jüngsten Ratssitzung das Submissionsergebnis der künftigen Hackschnitzellieferung für die Nahwärmezentrale vorgestellt. Der Auftrag wurde zum Angebotspreis von 24,50 Euro pro Megawattstunde Wärme an die Firma Bantle aus Bösingen vergeben.

Insgesamt sechs Anbieter

Bedingt durch die neue Verstromungsanlage im Industriegebiet werden für die gemeindeeigene Nahwärmeversorgung weniger Hackschnitzel benötigt. Dies ist auch der Grund dafür, dass die Belieferung mit Heizmaterial nur für ein Jahr ausgeschrieben wurde. Insgesamt wurden sechs Anbieter zur Abgabe eines Angebots aufgefordert. Schlussendlich haben sich fünf Bieter an der Ausschreibung beteiligt. Wie Müller mitteilte, hat sich der bisherige Lieferant aus Bonndorf nicht mehr um eine Lieferung beworben. Für die Ausschreibung wurde klar definiert, welche Qualität geliefert werden muss. Auch wurde darauf hingewiesen, dass Feinanteile vor der Lieferung herausgesiebt werden müssen.

Keine Holzart vorgeschrieben

Angesichts der derzeitigen Situation im Wald mit Käfer- und Bruchholz wurde jedoch keine Holzart vorgeschrieben. Somit konnten Hackschnitzel aus Nadel- und Laubholz angeboten werden. Nach Angaben von Planer Müller wurden nur Vorgaben hinsichtlich der Hackschnitzelgröße und Feuchtigkeit gemacht. „Somit konnten wir der schwierigen Lage der Waldbesitzer gerecht werden“, betonte Müller.

Das könnte Sie auch interessieren

Gemäß dem Submissionsergebnis hat die Firma Bantle aus Bösingen ein Angebot mit 24,50 Euro pro Megawattstunde Wärmeleistung vorgelegt. Eine Megawattstunde (MWh) ist eine Maßeinheit für Energieerzeugung und -verbrauch. Eine MWh entspricht 1000 Kilowattstunden (kWh).

Probleme nicht bekannt

„Ein erfreuliches Ergebnis“, betonte Bürgermeister Christian Behringer. Bei der letzten Vergabe vor einem Jahr lag der Preis noch bei 2,7 Cent pro Kilowattstunde. Der Anbieter aus dem Raum Rottweil sei dem Planungsbüro bekannt. „Es hat noch nie Probleme bei der Lieferung gegeben“, versicherte Klaus Dieter Müller.

Das könnte Sie auch interessieren

Von Seiten des Gemeinderates wurde die Frage nach der Nutzung von heimischem Holz gestellt. Dies sei nach Müllers Worten nicht ganz so einfach, da die Firma Bantle Hackschnitzel in Zusammenarbeit mit Biogasbetreibern vortrocknet. Der Lieferant könne sich aber vorstellen, bei Lieferung der Hackschnitzel, auf der Rückfahrt auch Holz aus dem Gemeindewald von Grafenhausen mitzunehmen. „Der eigentliche Holzpreis spielt derzeit an den Gesamtkosten keine Rolle mehr, Kostenfaktor ist der Transport“, sagte Planer Müller.

Der Gemeinderat beschloss, die Lieferung der Hackschnitzel von der Firma Bantle zu einem Angebotspreis von 24,50 Euro je Megawattstunde für ein Jahr ausführen zu lassen.