Es war die erste Theaterprobe des Theatervereins Zeitschleuse nach achtmonatiger Corona-Pause – etwa 30 Minuten nach Probenbeginn drangen plötzlich Wassermassen von allen Seiten in das Vereinsheim des Theatervereins ein.

„Kaum hatten die Kinder bemerkt, dass es nass wird, war schon der ganze Raum blitzschnell über knöcheltief überflutet. Da funktioniert man schlagartig wie eine Maschine“, erzählt Corinna Vogt, die die kleineren Kinder in einen trockenen Raum brachte und versuchte, alles in Sicherheit zu bringen, was auf dem Boden stand.

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Mit den Jugendlichen und Erwachsenen, die sofort herbeigeeilt waren, wurden Stühle, Technik, Keyboard und ähnliches auf die höhere Bühne gestellt und mit Eimern und Schüsseln Wasser nach draußen geschafft. Innerhalb kürzester Zeit war der ganze Raum unter Wasser.

Nach den starken Regenfällen konnte der Erdboden am Hang die Regenmassen nicht mehr aufnehmen, die dann vom österreichischen Denkmal her am abschüssigen Gelände abwärts stürzten. Es staute sich an der Hauswand und drang von allen Seiten in die Räume ein.

Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr

Die herbeigerufene Feuerwehr, war innerhalb zehn Minuten vor Ort und brachte die Situation schnell unter Kontrolle. Die stellvertretenden Abteilungskommandanten aus Ühlingen Klaus Müller und Manuel Walter aus Riedern leiteten den Einsatz.

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„Da wird einem hautnah klar, welch wertvollen Dienst Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr für uns Menschen leisten“, sagt die Vorsitzende Corinna Vogt, die über den reibungslosen und schnellen Ablauf staunte. Die beiden Abteilungen brachten Hand in Hand die Situation schnell und reibungslos mit Saugpumpen, Wassersauger und Wasserschwammkissen unter Kontrolle.

Nach einer Stunde war für die neun Mann starke Feuerwehrabteilung Ühlingen der Einsatz beendet. Vier Mann der Abteilung Riedern wurden im Anschluss auch in die benachbarte Schreinerei Heer gerufen, wo ebenfalls Wasser eingedrungen war. Der Inhaber war zuerst nicht anwesend und bemerkte erst später, dass die Schreinerei auch betroffen war.

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Glücklicherweise war die Abteilung Riedern noch vor Ort. Auch hier musste Wasser abgesaugt und abgepumpt werden. Nach zweieinhalb Stunden konnte die Abteilung Riedern ihren Einsatz erfolgreich beenden. Die Schäden können erst nach Begutachtung beziffert werden. Traurig darüber, dass die Probe diesmal durch die Naturgewalt Wasser abrupt beendet wurde, war man doch froh, dadurch die Überflutung sofort zu bemerken und die Feuerwehr rufen zu können.