Mit der letzten Aufführung von „Zwischen den Welten 2022“ im Klostergarten Riedern am Wald haben sich die Schauspieler vom Publikum verabschiedet. Das Finale war ein voller Erfolg. Eine ausverkaufte Vorstellung, angenehme Temperaturen, gute Bewirtung, prächtige Kostüme und Kulisse und nicht zuletzt begeisterter Applaus des Publikums trugen zur rundum gelungenen Veranstaltung bei.

15 verschiedene Vereine unterstützten den Theaterverein Zeitschleuse bei der Bewirtung im Klostergarten. Am Sonntag wurden die letzten Tickets per E-Mail, WhatsApp und Anrufe reserviert.
An der Abendkasse drängten sich Besucher, um in letzter Minute Karten zu bekommen. Zusätzliche Stühle wurden herbeigeholt. Die Tribüne bot Platz für rund 600 Personen. Mehr als 4000 Zuschauer verfolgten bei den sieben Aufführungen das Schauspiel.
Georg Gänswein besucht Vorstellung
Unter den Ehrengästen begrüßte Thomas Fechtig am Sonntagabend besonders Rollenbuchautorin Erika Buhr aus Todtmoos, den Schirmherrn der Freilichtspiele, Erzbischof und Ehrenbürger von Ühlingen-Birkendorf Georg Gänswein, sowie den ehemaligen Landtagspräsidenten Peter Straub mit Ehefrau.
Fechtig dankte den zahlreichen Sponsoren und Helfern aus der Gemeinde und Region, die das Projekt ideell, finanziell und materiell unterstützt haben. Lange galt es durchzuhalten, als die Aufführungen coronabedingt zweimal verschoben werden mussten.

Zweieinhalb Jahre hatten sich rund 80 Schauspieler und viele Helfer auf die Aufführungen vorbereitet und sich mit Zeit und Herzblut eingebracht. Und so ließen viele von ihnen nach der Anspannung der letzten Wochen ihren Freuden- und Abschiedstränen freien Lauf, nahmen sich gegenseitig tröstend in die Arme und blieben noch lange beisammen, um den Erfolg zu feiern.
Regen nur an einem Tag
Überglücklich über den begeisterten Applaus und die vielen positiven Rückmeldungen rief Corinna Vogt ins Publikum: „Danke euch allen. Ihr wisst nicht, wie gut uns das tut!“ Bei ihr als Verantwortliche liefen alle Fäden des Gesamtprojekts zusammen. Alle Vorstellungen konnten gespielt werden. Regen gab es lediglich am Freitag am Ende des Schauspiels.

Erzbischof Georg Gänswein gratulierte allen Schauspielern und Helfern zum Erfolg: „Es war mir eine Ehre, Schirmherr dieser Festspiele zu sein. Ich habe von Anfang an nie daran gezweifelt, dass hier etwas Gutes entsteht und mit euch zum Erfolg wird.“ Der ehemalige Landtagspräsident, der neben ihm saß, lobte die Schauspieler, Kostüme und die Kulisse, bei der auf jedes Detail geachtet wurde.
„Nach dem Aufräumen wird erstmal Ruhe einkehren und Ferien gemacht. Im Herbst geht es für die Kinder weiter mit neuem Programm. Die Zeit der Gemeinschaft für „Zwischen den Welten“ bleibt in unserer Erinnerung und ist jetzt Vergangenheit“, so Corinna Vogt.
Eine Fortsetzung soll es mit „Die schwarze Rose“ geben. „Mühen, Arbeit und Anspannung für das Projekt einer großartigen Gemeinschaft hat sich in pure Freude gewandelt“, bilanzierte Corinna Vogt abschließend.
Das sagen die Schauspieler
Laurin Ziller aus Birkendorf ist mit vier Jahren der jüngste unter den Schauspielern und war immer unter der Obhut des Vaters Sebastian Ziller, der im Stück selbst mehrere Rollen spielte oder des Kinder-Betreuungsteams. Langweilig war es Laurin nie.

Gudrun Wasmer fuhr zu den Proben immer mit ihrem Bruder Ferdinand Buhr (Josef Hierholzer) von Todtmoos nach Riedern. Sie spielte die Mutter von Marei. „Es hat uns trotz der Strecke viel Spaß gemacht.“

Manfred Brutschin aus Berau war neu als Schauspieler dabei. „Es hat wahnsinnig Spaß gemacht. Hier wird jeder akzeptiert, wie er ist. Es gibt keinen einzigen Quertreiber. Das ist bei über 100 Leuten einmalig“, ist er überzeugt. Er schlüpfte bei den Freilichtspielen in vier verschiedene Rollen. Seine Familie habe ihn unterstützt, dass er mitmachen konnte.

„Es war schön, dass ich mitspielen konnte. Ich wurde sehr herzlich in der Theatergemeinschaft aufgenommen“, sagt Joshua Grace. Der Nigerianer lebt seit fünf Jahren in Deutschland und davon seit drei Jahren in Riedern.

Ursel Altenburger aus Berau war die älteste unter den Schauspielern und freute sich mit Enkelkindern und Schwiegersohn auf der Bühne zu stehen.

„In der Theatergemeinschaft ist jeder egal wie alt willkommen und akzeptiert. Das ist sehr schön“, sagt sie.