Unter dem Motto „Wir pflanzen den Wald der Zukunft“ fiel am Samstag der Startschuss für eine beispielhafte Baumpflanzaktion bei der Wieleckhütte in Riedern am Wald. Hier waren vor zwei Jahren Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Minister Peter Hauk, um die Schäden zu begutachten, die Dürre, Borkenkäfer und Sturm angerichtet hatten. Die Politiker sprachen von einer dramatischen Situation mit immensen ökologischen und wirtschaftlichen Schäden.

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Das Familienunternehmen Warimex aus Neuried in der Ortenau mit den laut eigener Aussage klimaneutralen Marken Chiara Ambra und Stoneline unterstützen regionale Waldbesitzer bei der Wiederbewaldung im Kreis Waldshut, da diese Region zu der am schlimmsten betroffenen gehöre.

Revierleiter Frieder Wielandt erklärte, wie und wo die Pflanzen in die Erde gesetzt werden.
Revierleiter Frieder Wielandt erklärte, wie und wo die Pflanzen in die Erde gesetzt werden. | Bild: Ursula Ortlieb

Seniorchef Michael Schmiederer erklärte eingangs das weltweite Engagement seines Unternehmens für den Umwelt- und Klimaschutz. So habe man sich dem Kampf gegen Plastik auf Bali, Haiti und in den Ozeanen verschrieben sowie sich am Klimaschutzprojekt „Sauberes Trinkwasser in Uganda“ und am Schutz von Meeresschildkröten beteiligt. „Wir wollen von dem, was wir bekommen, etwas zurückgeben für unsere Zukunft – für unsere Kinder“, erklärte Schmiederer.

In den Gemeinden Ühlingen-Birkendorf, Grafenhausen, Stühlingen, Wutöschingen und Klettgau werden 60.000 Quadratmeter Wiederbewaldung von der Unternehmerfamilie gesponsert. Das Familienunternehmen und Mitarbeiter waren mit 27 Personen einschließlich Kindern morgens von Neuried angereist und legten beim Pflanzen selbst Hand an. Bürgermeister, Gemeinde- und Ortschaftsräte mit Familien, Rathausmitarbeiter sowie zahlreiche Helfer machten sich ausgestattet mit gelben Warnwesten, Harken, Spaten und Schaufeln an die Arbeit.

Gebietsbereichsleiter Tom Drabinski vom Kreisforstamt Waldshut und Revierleiter Frieder Wielandt hatten die Aktion mit Abstecken der Reihenabstände und unterschiedlicher farblicher Markierung für die Baumarten Douglasie und Kirsche auf dem Waldboden bestens organisiert und vorbereitet sowie Forstpflanzen bereitgestellt. Eine Fläche von 60.000 Quadratmetern werden im Kreis Waldshut, davon rund 14.000 Quadratmeter in Riedern am Wald, durch die Spende mit wärmeliebenden Baumarten wie Eiche, Esskstanien, Lärchen, Douglasien und Nussbäumen bepflanzt. Am Samstag setzten die Teilnehmer bereits 300 Bäumchen in die Erde.

Bürgermeister Tobias Gantert lobte die Aktion und pflanzte Douglasien und Kirschbäume in Riedern am Wald.
Bürgermeister Tobias Gantert lobte die Aktion und pflanzte Douglasien und Kirschbäume in Riedern am Wald. | Bild: Ursula Ortlieb

Rund 25 verschiedene Baumarten sollen für einen klimastabilen Wald verwendet werden. Marius Braun brachte Holzgestelle für die Jungpflanzen als umweltfreundliche Alternative zu Plastikschutzhüllen mit, da Plastik nicht mehr zum Einsatz kommen soll. Eine Spende von Einzelunternehmen in dieser Größenordnung sei bisher einmalig im Landkreis, betonte Tom Drabinski. Pflanztrupps entsprechender Firmen werden die restliche Bepflanzung erledigen. „Regen wäre jetzt ein Segen“, sagte er.

Abschluss an der Wieleckhütte

Nach der Pflanzaktion lud die Gemeinde Ühlingen-Birkendorf zu Grillwurst mit Wecken und Getränken, Kaffee und Hefezopf sowie Süßes für die Kinder an der Wieleckhütte ein. Bürgermeister Tobias Gantert bedankte sich bei Familie Schmiederer für die großzügige Spende. Dank ging auch an Gemeinderat Marius Braun, Tom Drabinski und Frieder Wielandt für die Organisation sowie allen Helfern, die sich Zeit genommen hatten, um beim Pflanzen mitzuhelfen. „Jetzt haben wir die Lösung, eine Wiederholung einer solchen Aktion ist herzlich willkommen“, erklärte Bürgermeister Tobias Gantert.

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