Seit 22. März bis voraussichtlich November wird in der Straße L 157 im Schlüchttal ein Abwassersammler von Witznau bis Gutenburg verlegt. Der neu zu errichtende Sammler wird sich zwischen Gutenburg/Bereich Parkplatz Gutex und der Ausweichbucht etwas nördlich von Witznau bewegen. Begonnen wurde die Baumaßnahme im Bereich der Schlüchtbrücke in Gutenburg. Von dort arbeitet sich die Firma Schleith mit zwei Kolonnen in Richtung Witznau vor. Die Arbeiten liegen derzeit rund vier Wochen im Zeitverzug.

In diesem Bereich liegt der Abwassersammler bereits und hier wird das Erdreich verdichtet, vorn einer der 20 Schächte.
In diesem Bereich liegt der Abwassersammler bereits und hier wird das Erdreich verdichtet, vorn einer der 20 Schächte. | Bild: Werner Steinhart

Die Gemeindeverwaltung hatte zur Baustellenbesichtigung ins Schlüchttal eingeladen und das Interesse der Bevölkerung war groß, nicht nur unter den Berauern, die besonders durch die Sperrung betroffen sind und weite Umleitungen fahren müssen. In zwei zeitlich versetzten Gruppen wurde über das derzeitige Baugeschehen informiert, sowohl von Bürgermeister Tobias Gantert als auch von Bauleiter Josua Philipp und Hans-Peter Wirbser, beide von der ausführenden Firma Schleith.

Gewaltige Baumaschinen fressen sich derzeit durchs Schlüchttal.
Gewaltige Baumaschinen fressen sich derzeit durchs Schlüchttal. | Bild: Werner Steinhart

Durch das Schlüchttal bis zur Abzweigung Aichen bei Gutenburg, rund vier Kilometer lang, wird der Abwassersammler gebaut. Die Maßnahme schließt auch den Straßenbau durch das Land und die Verlegung einer 20-kV-Stromleitung für die Stadtwerke Waldshut-Tiengen ein. Abzüglich der Kosten für den Straßenbau durch das Straßenbauamt und der Leitung für die Stadtwerke Tiengen verbleiben bei der Gemeinde noch die anteiligen Kosten in Höhe von rund zwei Millionen Euro.

Inzwischen liegen zwei Kilometer der Abwasserleitung im Boden, wovon sich die Bürger überzeugen konnten, die auch viele Fragen hatten. Die Straßendecke ist um vier Zentimeter abgefräst. Wenn die Trag- und die Deckschicht aufgebracht sind, erhöht sich das Ganze um zwölf Zentimeter, sodass die Straßendecke mit den Randsteinen abschließt. 20 Schächte und 53 Querungen sind damit verbunden. Da die Straße nur rund 6,50 Meter breit wird, ist ein Radweg nicht möglich. Derzeit werden 30 Meter Rohr pro Tag verlegt.

Der Zeitplan

„Unser Ziel muss es sein, in der gesetzten Frist mit dem Bau des Abwassersammlers fertig zu sein“, sagte Bauleiter Josua Philipp. Bürgermeister Tobias Gantert ist überzeugt, dass die Maßnahme in der gesetzten Frist fertiggestellt werden wird: „Ziel muss es sein, dass vor dem Winter zumindest die Tragschicht eingebaut sein wird. Aber davon gehen wir aus.“ Das bedeutet, dass ab November für die Bewohner von Berau und Brenden die langwierigen Umleitungen Vergangenheit sein werden. Der Rathauschef lobte die ausführenden Mitarbeiter und den Ablauf der Maßnahme: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Verlauf der Bauarbeiten, die Firma schafft sehr gut und die Mannschaft ist immer da.“

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Die Gemeinde wird noch einmal zu solch einer Baustellenbesichtigung einladen, wenn es gilt, den Abwassersammler unter der der Schwarza, einem Zufluss zur Schlücht, zu verlegen. Ein sicherlich interessantes Bauvorhaben. Wenn die Gesamtmaßnahme abgeschlossen ist und die Verbindung der Kläranlage Berau nach Witznau ertüchtigt ist, kann das Abwasser zur Kläranlage nach Tiengen fließen. Damit rechnet der Bürgermeister Anfang 2022.