Der Ortschaftsrat hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Ortsbild des einstigen Gold-Dorfes (1973) zu verschönern und Maßnahmen durchzuführen, die schon seit längerem auf der Wunschliste stehen. Allein, das Budget reichte nicht aus, alle Wünsche zu erfüllen. So übernahmen Mitglieder des Gremiums ehrenamtlich einzelne Projekte und packten diese mit viel Idealismus und Energie an. Der Spielplatz im Oberholz, der Friedhofsweg, Weihnachtsbeleuchtung, Ruhebänke und eine Pflanzaktion sind gelungene Beispiele dafür. Jetzt wurden zwei Buswarte-Häuschen errichtet.

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Ortschaftsrätin Maria Braun hatte sich unter anderem das alte Buswartehäuschen im Außerdorf vorgenommen und spannte dazu gleich ihre ganze Familie ein. Mit Sohn Björn hatte sie einen Fachmann an der Hand: Der 22-Jährige ist ausgebildeter Zimmermann und absolviert momenten die Meisterschule zum Zimmermeister und staatlich geprüften Bautechniker.

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Björn Braun investierte viele Stunden seiner Freizeit. „Bei 40 Stunden habe ich aufgehört zu zählen. Es war mehr Arbeit, als wir dachten“, erzählt er. Das alte Häuschen wurde abgerissen und von Rolf Schropp entsorgt. In Brauns eigener Werkstatt wurde ein neues Häuschen gezimmert. Die Brüder Jonas (24) und Simon (16) sowie Yannic Kromer (24 Jahre), die derzeit mit Homeschooling den Unterricht für Schule und Studium bewältigen, sowie „Auftraggeberin“ Maria Braun halfen kräftig mit und sorgten für den Anstrich. Die Materialkosten wurden im Außerdorf aus dem Ortsbudget bestritten.

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Ortschafts- und Gemeinderätin Marianne Buchmüller hatte sich das Wartehäuschen Haltestelle „Post“ im Unterdorf vorgenommen. Sie gewann die Birkendorfer Handwerksbetriebe Zimmerei Andreas Buchmüller, Schreinerei Clemens Böhler und den Malerbetrieb Michael Kromer für ihr Vorhaben, die ehrenamtlich arbeiteten und auch das Material spendierten.

Junge Birkendorfer zimmerten ehrenamtlich ein neues Buswartehäuschen im Außerdorf. Von links: Yannic Kromer, Björn, Maria, Simon und Jonas Braun.
Junge Birkendorfer zimmerten ehrenamtlich ein neues Buswartehäuschen im Außerdorf. Von links: Yannic Kromer, Björn, Maria, Simon und Jonas Braun. | Bild: Ursula Ortlieb

Zum Glück gibt es auch Nachwuchs: Jung-Schreiner Eric Böhler und Cedric Puschner arbeiteten mit. So erhielt das Wartehäuschen „Post“ eine kostenlose Rundumerneuerung. Für die farbliche Gestaltung waren je zehn Liter wetterfeste Bio Holzlasur bei beiden Häuschen notwendig. Rolf und Johannes Schropp sorgten für die Versetzung des Post-Briefkastens, der wie der neue Papierkorb 60 Zentimeter tief einbetoniert werden musste. Jetzt erstrahlen die Bushaltestellen in neuem Glanz. „Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Sponsoren und Helfern für den ehrenamtlichen Einsatz“, so Braun und Buchmüller.